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Schlagkräftig als eine Marke auftreten
09.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Anja Groß

Sasbachwalden - "Den Black Forest kennt man weltweit" - diesen Satz sagt Guido Wolf durchaus mit Stolz. Doch der CDU-Minister, der auch für Tourismus zuständig ist, weiß, dass die steigenden Übernachtungszahlen im Land kein Selbstläufer sind. Den Tourismus "konjunkturell wetterfest" zu machen, dazu soll die neue Tourismuskonzeption dienen, die die Landesregierung bis Mitte 2019 mit allen beteiligten Akteuren erarbeiten will - unter anderem bei fünf Regionalkonferenzen. Die erste zum Thema "Schwarzwald" fand gestern in Sasbachwalden statt.

Urlaub in Baden-Württemberg hat offenbar sein verstaubtes Image abgelegt und wird auch dank vieler neuer Attraktionen immer beliebter. Davon zeugen die Zahlen: Das Land erwartet nach 53 Millionen Übernachtungen 2017 für dieses Jahr einen neuen Rekord, zum achten Mal in Folge. "Darauf können und dürfen wir uns aber nicht ausruhen", betonte Wolf, der vielmehr große Herausforderungen für die Branche sieht.

Als ein Handlungsfeld wurde deshalb bereits definiert, die Vernetzung der Regionen in Dachmarken voranzutreiben. "Das Klein-Klein ist ein großes Thema in Baden-Württemberg", räumte Wolf ein. Willi Stächele (CDU), Vorsitzender des Landtagsausschusses Europa und Tourismus, mahnte die Verantwortlichen, über den Tellerrand hinauszudenken und zu agieren - auch bei der Planung von Attraktionen und Projekten. So will das Land denen finanziell unter die Arme greifen, die weiträumigere Verbünde angehen, Synergien schaffen, und sich dann auch gemeinsam besser vermarkten. Nur so könne man auf den Auslandsmärkten Asien und Europa neue Zielgruppen ansprechen, ist Wolf überzeugt. Auch an grenzüberschreitende Angebote sollte gedacht werden - das entspreche den Kundenwünschen.

Ein gewollter Nebeneffekt sei es, Doppelstrukturen zu beseitigen, von denen es im Tourismus in Baden-Württemberg doch einige gibt -die natürlich auch doppelt kosten. Dass es irgendwann eine große Landes-Dachmarke Baden-Württemberg - ähnlich wie Bayern - geben wird, bezweifelte Wolf jedoch. Die Regionen wie Bodensee, Schwarzwald oder Schwäbische Alb seien doch zu verschieden, meinte er.

Die neue Konzeption (die letzte wurde 2009 erarbeitet) ist als strategische Grundlage für die Tourismuspolitik der nächsten zehn Jahre gedacht. Neben der Definition der Marke, dem Marketing und Organisationsstrukturen sind Digitalisierung, Freizeitinfrastruktur und Mobilität sowie die Zukunft des Gastgewerbes mit Blick auf den Fachkräftemangel weitere Handlungsfelder. Laut Lars Bengsch, Geschäftsführer der Dwif Consulting GmbH, die den Prozess begleitet, sind in die "Projektgruppe Tourismuskonzeption" Dehoga, IHK, Kommunen, Vertreter der Tourismusmarketingorganisationen, Heilbäder- und Campingverband ebenso eingebunden wie Naturparks, Nationalpark oder Gastronomen und Hoteliers. Rund 70 Teilnehmer diskutierten gestern in Sasbachwalden. Der Dialogprozess sei bereits Teil des Ziels, den Tourismus gemeinsam zukunftsfähig zu machen, betonte Wolf.

Das ist ihm auch mit Blick auf rund 390000 sozialversicherungspflichtige Vollzeitarbeitsplätze (Stand: Juli 2018) in der Branche ein Anliegen. Bessere Werbung für die Berufsbilder und bessere Rahmenbedingungen wie flexible Wochenarbeitszeiten sieht er hier als unabdingbar an.

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