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Die Zeichen stehen auf Neubau
18.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Winfried Heck

Karlsruhe - "Es sieht gut aus." Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) geht optimistisch in die Gemeinderatssitzung am Dienstag, in der der Neubau des Wildparkstadions endgültig auf den Weg gebracht werden soll. Nach Prüfung der vorliegenden Angebote scheint es tatsächlich möglich, das neue Stadion, einschließlich Abbruch der derzeitigen Haupttribüne und dem Bau von Provisorien, für knapp 76,6 Millionen Euro fertigzustellen.


Der Gemeinderat hatte für den reinen Stadionbau eine Obergrenze von 76,8 Millionen Euro vorgegeben. Hinzu kommen rund 46 Millionen Euro für die Ertüchtigung der Infrastruktur sowohl auf dem Stadionareal als auch außerhalb. Da die Vorgaben eingehalten werden, geht Mentrup davon aus, dass die bisherigen Mehrheiten für das Projekt weiterhin Bestand haben werden.

Der Neubau des Wildparkstadions scheint tatsächlich wahr zu werden. Ende der 90er Jahre war man schon einmal so weit. Der KSC sorgte im UEFA-Cup für Furore und wollte nach Ende der Saison 1997/98 mit dem Stadionneubau beginnen. Doch am Ende jener Saison stieg der KSC ab, die Ausbaupläne verschwanden in den Schubladen und blieben dort. Rund zehn Jahre später scheiterte der nächste Anlauf. Die Stadt, die mittlerweile in die Rolle der Bauherrin schlüpfen sollte, konnte sich mit dem KSC nicht auf einen Mietvertrag einigen. Der damalige Oberbürgermeister Heinz Fenrich stoppte daraufhin die Planungen. Erst mit dem OB-Wahlkampf 2012 kam das Thema wieder auf die Tagesordnung, und 2016 stimmte der Gemeinderat dem Vorhaben grundsätzlich zu. Nun soll am Dienstag die endgültige Zustimmung folgen, wobei es in der Sitzung "nur" darum geht, Mentrup zu finalen Verhandlungen zu ermächtigen. Sofern die vorgegebene Kostenobergrenze nicht überschritten wird, kann der OB dann den wirtschaftlich günstigsten Bieter beauftragen. Die Sache eilt, denn nur bis zum 31. Oktober hat die Stadt Zeit, die bereits im Frühjahr in Auftrag gegebenen, mehrere Millionen Euro teuren Vorarbeiten noch zu stoppen. Dass es so weit kommt, glaubt im Karlsruher Rathaus aber niemand mehr, vielmehr dürften bereits Anfang November die ersten Bagger rollen. Dann sollen zur Vorbereitung des eigentlichen Neubaus zunächst die alte Gegentribüne abgerissen und die Stadionwälle abgetragen und neu modelliert werden.

Am 9. November sollen dann mit dem "Bestbieter", der gemäß den europäischen Vergaberichtlinien weiter anonym bleiben muss, die Verträge unterschrieben werden. Am 22. November, nach Ende der Einspruchsfrist, sollen dann bei einem Bürgerforum das beauftragte Unternehmen genannt und das Stadiondesign erstmals präsentiert werden. Vollendet werden soll der neue Wildpark im Jahr 2022.

"Ich bin sehr froh und auf meine Verwaltung ziemlich stolz, dass wir bis zu diesem Punkt vorgedrungen sind", sieht Mentrup große Chancen, dass in Karlsruhe auch künftig Profifußball gespielt werden kann. Weiterhin offen ist, wer das "Hospitality-Parkhaus" baut. Der KSC, der dies in Eigenregie tun will, hat zwei Jahre Zeit, sich Kredite zu beschaffen. Gelingt das nicht, könnte die Stadt auch hier als Bauherrin auftreten.

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