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In Baden wird besonders gerne gespart
In Baden wird besonders gerne gespart
06.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Jürgen Volz Baden-Baden - "Es wäre längst an der Zeit gewesen, an der Zinsschraube zu drehen", sagt Ralf-Joachim Götz. Stattdessen folge die Europäische Zentalbank den Interessen vieler hoch verschuldeter Staaten, die von niedrigen Zinsen profitieren. "Leidtragende sind die Sparer", sagt der Chefvolkswirt der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG). Die anhaltenden Niedrigzinsen zehren am Vermögen des Einzelnen, zumal die Inflationsrate aktuell wieder auf einem höheren Niveau angelangt ist und reale Kaufkraftverluste drohen. "Wenn der Sparer bei der Geldanlage nicht bereit ist, gewisse Risiken einzugehen, verliert er real Geld", so Götz.

Doch nach wie vor sind die Deutschen in dieser Hinsicht eher konservativ unterwegs. Der Hang zur Geldanlage beispielsweise in Aktien oder Fonds ist nicht besonders ausgeprägt. Und auch beim Immobilienbesitz liegt Deutschland europaweit eher im hinteren Mittelfeld. Allerdings: Im bundesweiten Vergleich seien die Badener deutsche Spar-Meister - zumindest aus Sicht der DVAG, sagt Götz. Sein Unternehmen habe dort mittlerweile mehr als 250 000 Kunden und 650 hauptberufliche Berater. Hier spielt eine Rolle, dass die DVAG vor geraumer Zeit den Außendienst der Generali-Versicherungen und damit deren Kundenstamm übernommen hat.

Mit Blick auf die Altersvorsorge beobachtet die DVAG einen ungebrochenen Trend etwa zu Riester-Verträgen. Dieses nicht unumstrittene Modell ist für Götz nach wie vor eine interessante Variante, weil Geringverdiener von hohen staatlichen Zuschüssen profitierten. Gleichzeitig hätten Besserverdiener entsprechende positive Steuereffekte, sagt der Chefvolkswirt.

Die Deutsche Vermögensberatung hat zum dritten Mal in Folge ein Rekordergebnis vorgelegt. 2017 stiegen die Umsatzerlöse auf 1,35 Milliarden Euro (plus drei Prozent). Der Jahresüberschuss erreichte 196 Millionen Euro (plus 3,8 Prozent). Allerdings sind die Zeiten für unabhängige Finanzdienstleister rauer geworden. Die zunehmende R egulierung im Finanzbereich habe dazu geführt, "dass der Weg zu einem guten Berater länger geworden ist", wie Götz erklärt. Hinzu komme: Viele Leistungen würden inzwischen nicht mehr angeboten, weil der regulatorische Aufwand dafür zu groß geworden sei. In der Folge ist nicht nur die Zahl der Vermittler in Deutschland stark geschrumpft, sondern es gibt auch weniger Beschäftigte im Finanzsektor insgesamt.

Strukturvertriebe wie die DVAG standen in der Vergangenheit immer mal wieder in der Kritik. Das habe sich inzwischen geändert, sagt Götz. Die DVAG setzte weiterhin auf ein engmaschiges Beraternetz. Denn die Menschen wollten in Finanzfragen in der Regel einen ihnen vertrauten Berater an der Seite haben.

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