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Rauschgift-Geschäfte im großen Stil
Rauschgift-Geschäfte im großen Stil
13.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Janina Fortenbacher

Baden-Baden - Sie haben Drogen in großen Mengen nach Deutschland geschmuggelt und damit gehandelt: Seit gestern müssen sich zwei Männer vor dem Landgericht Baden-Baden verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem vor, Drogen in Rastatt verkauft zu haben. Im April wurden die Angeklagten festgenommen, als sie gerade rund ein Kilogramm Kokain aus Amsterdam nach Deutschland schmuggelten.

Angeklagt sind ein 64-jähriger Deutscher, der zuletzt im Elsass wohnte, und ein 53-jähriger Deutscher aus dem Raum Stuttgart. Beide Männer sind vielfach einschlägig vorbestraft und haben zum wiederholten Male größere Mengen an Drogen verkauft und sich dadurch eine Einnahmequelle verschafft, heißt es in der Anklage der Staatsanwaltschaft.

Im April sollen die Männer gemeinsam nach Amsterdam gefahren sein, um sich dort von einem Großdealer 995 Gramm hochprozentiges Kokain für den vereinbarten Kaufpreis von 25 000 Euro zu beschaffen. Ziel sei gewesen, die Drogen über Belgien und Luxemburg nach Deutschland zu bringen, um sie dort weiterzuverkaufen. In Heilbronn wurden die beiden schließlich gestoppt und festgenommen.

Drogen auch



in Rastatt verkauft

Der 53-Jährige, der den Wagen steuerte, habe zu diesem Zeitpunkt unter starkem Drogeneinfluss durch Cannabis und Kokain gestanden, sagte der Staatsanwalt. Neben dem frisch erworbenen Kokain hatten er und sein Beifahrer in ihrem Wagen auch noch Drogen dabei, die sie möglicherweise während der Fahrt konsumierten.

Außerdem fanden Ermittler in der Wohnung des 53-Jährigen weitere Betäubungsmittel - teils wohl zum Eigengebrauch und teils zum Verkauf.

Die Ermittler waren schon mehrere Monate vor der Festnahme auf die Angeklagten aufmerksam geworden. Die Staatsanwaltschaft sammelte Erkenntnisse zu weiteren Schmuggelfahrten, bei denen der 64-Jährige Kokain über die Wintersdorfer Rheinbrücke nach Deutschland gebracht haben soll.

Außerdem wird dem 64-Jährigen neben der Einfuhr von Betäubungsmitteln auch Beihilfe zur Einfuhr von Drogen vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft kam dabei oftmals ein dritter Beteiligter ins Spiel, der in Frankreich verhört wird. Er soll wiederholt Rauschgift von dem 64-Jährigen erhalten haben, das er dann mit Hilfe des Angeklagten über die Grenze geschmuggelt und in Rastatt an den Mann gebracht haben soll.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Festnahme von zwei Personen in Spanien mit 24 Kilogramm Marihuana. Recherchen ergaben eine Verbindung zu einer Gruppierung vorwiegend deutscher Staatsangehöriger mit Wohnsitz im Elsass. Die Gruppe geriet in den Verdacht, in großen Mengen Rauschgift zu erwerben, um es im Elsass und in Deutschland weiterzuverkaufen. So wurden die Ermittler auch auf den 64-Jährigen und seinen 53 Jahre alten Komplizen aufmerksam.

Insgesamt werden den beiden Angeklagten in zwölf Fällen gewichtige Geschäfte mit Rauschgift - insgesamt mehr als ein Kilogramm Kokain und mehr als 700 Gramm Marihuana - zur Last gelegt.

Für den Prozess hat das Landgericht sieben Verhandlungstage angesetzt.

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