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Metaller mit Mitgliederrekord
Metaller mit Mitgliederrekord
08.02.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau (dg) - Mit guten Nachrichten hat die IG Metall Gaggenau bei ihrer traditionellen Pressekonferenz zum Jahresauftakt aufwarten können: 24 017 Mitglieder insgesamt zählt der Bezirk aktuell, das sind 100 mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie in der Geschichte der IG Metall Gaggenau, wie Claudia Peter, 1. Bevollmächtigte, verkündete . Mitglieder in den Betrieben zählt man derzeit 14 601 (plus zehn).

Die betrieblichen Mitgliederzuwächse sind laut Peter vor allem vor den Ergebnissen der Tarifrunde 2018 und den betrieblichen Tarifauseinandersetzungen in mittelbadischen Betrieben zu sehen. Die IG Metall Gaggenau ist die viertgrößte Geschäftsstelle in Baden-Württemberg. Und was den Ausbildungsbereich anbelangt, ist die IG Metall Gaggenau sogar Landesspitze: Im Durchschnitt 72 Prozent der Azubis und der Dual-Studierenden in den von der IG Metall betreuten Ausbildungsbetriebe sind organisiert.

Dass der Mitgliederzuwachs in den Betrieben relativ bescheiden ist, hängt auch damit zusammen, dass sich viele der 300 Mitglieder, die als Leiharbeiter über die Dekra bei Daimler in Rastatt gearbeitet hatten, seit September kurzfristig arbeitslos waren - und nicht mehr als Betriebsmitglieder gezählt wurden. Mittlerweile hat sich deren Situation wieder verbessert: Von den rund 1 090 Dekra-Leiharbeitern, die bis September 2018 im Pkw-Werk in Rastatt gearbeitet hatten, stehen 1 022 dort wieder am Band. "Es herrscht unter den Kollegen eine tolle Stimmung und sie sind sehr dankbar", erläuterte Heiko Maßfeller, 2. Bevollmächtigter. Die Freistellung hatte mit der Umstellung der Produktion im Pkw-Werk zu tun. Allerdings waren in diesem Zusammenhang dann zum Teil schwere Vorwürfe gegen die Dekra laut geworden (das BT berichtete): Die Firma würde großen Druck auf die Leiharbeiter ausüben, erkrankte Mitarbeiter kündigen, Vertragsverlängerungen kaschieren und intransparente Lohnabrechnungen vorlegen. Diese Auswüchse haben man inzwischen ausräumen können, die Dekra halte sich an die Absprachen und "fahre mit offenem Visier", sagte Maßfeller.

Positives zu berichten hatte Peter auch zum Thema Tarifpolitik. So nutzen derzeit viele die Möglichkeit, die der Abschluss 2018 im Bereich Metall und Elektro eröffnet hat: Die Beschäftigten konnten dabei wählen zwischen einer Einmalzahlung für 2019 oder zusätzlichen acht freien Tagen - wenn sie Schicht arbeiten, wenn Kinder im Haus sind oder Angehörige gepflegt werden müssen. 3 018 Anträge wurden gestellt, nur acht Ablehnungen waren zu verzeichnen, was Claudia Peter eine positive Bilanz ziehen lässt: "Die pragmatische und unaufgeregte Umsetzung schafft Vertrauen in das neue Modell."

Neben Licht gibt es im Bezirk aber auch Schatten, wie die IG Metall einräumen musste: Manche Betriebe tun sich in Sachen Betriebsrat und Gewerkschaft schwer: In diesem Monat stehen noch Tarifverhandlungen mit den Rastatter Daimler-Zulieferern HBPO und Grammer an. Die Geschäftsleitung der Firma Evoca, ebenfalls in Rastatt angesiedelt, lehne Verhandlungen bislang kategorisch ab.

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