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"Rückgabe war überfällig"
04.03.2019 - 00:00 Uhr
Ein weiterer Schritt in Richtung Versöhnung mit der Kolonialgeschichte ist getan: Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer hat zum Ende der Delegationsreise nach Namibia, wo sie die Witbooi-Bibel und eine Peitsche zurückgegeben hat, eine positive Bilanz gezogen.

"Die Erlebnisse in Namibia haben uns darin bestätigt, dass es richtig war, nicht länger mit der Rückgabe der Bibel und Peitsche Hendrik Witboois zu warten. Es war nicht zu früh, sondern überfällig, dieses Signal zu geben und unsere Aufrichtigkeit zu demonstrieren", erklärte Bauer. "Damit gehen wir einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Versöhnung." Auf dieser Basis sollen laut Wissenschaftsministerin gemeinsam mit namibischen Partnern Kooperationsprojekte in Wissenschaft und Kultur realisiert und die Kolonialgeschichte gemeinsam aufgearbeitet werden. "Wir schlagen ein neues Kapitel auf und begründen eine enge Partnerschaft für die Zukunft", sagte Wissenschafts- und Kunstministerin Bauer gestern bei ihrer Rückkehr in Stuttgart.

In der vergangenen Woche haben die Vertreter aus Kunst und Wissenschaft Baden-Württembergs, darunter Ines de Castro, die Leiterin des Linden-Museums Stuttgart, und Sandra Richter, die Leiterin des Deutschen Literaturarchivs Marbach, in Windhoek gemeinsame Projekte auf den Weg gebracht. Alle Projekte werden im Tandem von namibischen und baden-württembergischen Einrichtungen durchgeführt. "Mit der Namibia-Initiative verbinden wir unsere Archive, Museen und Universitäten. Hier kommen Institutionen und Menschen zusammen, die bisher - auch innerhalb Namibias - noch nie zusammengearbeitet haben", so Bauer. Für die Namibia-Initiative stellt das Ministerium in zunächst 1,25 Millionen Euro zur Verfügung. Sie nannte beispielhaft gemeinsame Ausstellungen und Präsentationen in Museen, das Erforschen der Sammlungsobjekte mit den Herkunftsgesellschaften, die Zusammenarbeit der Archive, aber auch im Schulunterricht des Landes soll sich die Kooperation niederschlagen. Als erster Schritt wollen die Museen darüber informieren, was in Namibia und an anderen Orten geschehen ist. (cl)

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