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Noch mehr Informationen gegen Frust auf der Straße
10.04.2019 - 00:00 Uhr
Von Volker Neuwald

Rastatt - Baustellen sind für alle Verkehrsteilnehmer belastend, gar keine Frage. Je mehr es davon gibt, je "überraschender" sie auftauchen und je schlechter die Umleitungen ausgeschildert sind, desto größer ist der Frust auf der Straße, wenn man wieder einmal im Stau steht. In einer bundesweiten Umfrage ist der Automobilclub ADAC tiefer in diese Materie eingestiegen - und kommt zu differenzierten Ergebnissen.



Dass es wichtig ist, über Baustellenmanagement zu reden, davon ist Thomas Hätty überzeugt. Er ist Leiter des Bereichs Verkehr und Technik beim ADAC Nordbaden in Karlsruhe. Die beiden großen Erneuerungen der A5 zwischen Rastatt und Karlsruhe 2017 und 2018 hat er gewissermaßen live miterlebt, weil er in Baden-Baden wohnt. "Vergangenes Jahr war die Baustelle wesentlich besser eingerichtet als im Jahr zuvor", so Hättys Resümee. Verbesserungsvorschläge seien umgesetzt worden. Das hätten auch ADAC-Mitglieder zurückgemeldet.

Es ist deshalb kein Zufall, dass eine ADAC-Expertentagung gestern in Rastatt stattfand und sich mehrere Vorträge mit "Baustellenmanagement und -sicherheit" beschäftigten.

Doch was denken die Verkehrsteilnehmer über Baustellen auf Autobahnen, Landesstraßen und im innerörtlichen Bereich? Laut einer aktuellen Untersuchung vermisst mehr als ein Drittel der Befragten eine zügige Abwicklung. Zudem kritisieren sie die Vielzahl der Baustellen zur gleichen Zeit. Verbesserungspotenzial sehen sie durch rechtzeitige Ankündigungen von Baustellen und bessere Informationen zu baustellenbedingten Staus. Gewünscht wird zudem eine verbesserte Verkehrsführung und - vor allem aus Sicht der Radfahrer - mehr Sicherheit bei der Fahrt durch die Baustellen. Und natürlich müsse zumindest auf Autobahnen nachts gearbeitet werden, am besten rund um die Uhr.

Für die Akzeptanz ist darüber hinaus die Transparenz des Baustellenmanagements von größter Bedeutung. "Eine frühzeitige Präsentation des Konzepts, Informationen über Grund und Dauer der Baustelle sowie die regelmäßige Kommunikation über den aktuellen Status des Fortschritts mithilfe digitaler Plattformen und der Medien erhöht bei den Bürgern das Verständnis für Baumaßnahmen und reduziert Ärger", lautet eine zentrale Erkenntnis der Umfrage. Sie fand in der zweiten Septemberhälfte 2018 statt. Der ADAC ließ bundesweit mehr als 2 000 Personen über 18 Jahren online befragen.

Bei der Tagung in Rastatt ging es auch um digitale Ressourcen, die Service-Informationen zu Baustellen, Staus und etwaigen Unfällen möglichst sofort an Verkehrsteilnehmer schicken können. "Die frühzeitige Erkennbarkeit und Übersichtlichkeit von Baustellen reduzieren das Gefährdungspotenzial und das Unfallrisiko", sagt Alfred Haas, Vorstandsmitglied für Technik und Verkehr beim ADAC Südbaden.

"Klar ist, dass Baustellen immer gewisse Beeinträchtigungen mit sich bringen", ergänzt Karin Birthelmer, Verkehrsreferentin des ADAC Nordbaden. Sie sollten so gering wie möglich ausfallen, "bei gleichzeitig höchstmöglichem Schutz der Baustellenarbeiter".

In diesem Zusammenhang könnte eine neue Richtlinie interessant werden: Sie sieht vor, dass zwischen dem Arbeits- und dem Verkehrsbereich größere Sicherheitsabstände eingerichtet werden - mit weitreichenden Folgen für die Planung und Organisation der Baustellen sowie für die Verkehrsteilnehmer.

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