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Ohne Schwimmbäder keine Wasserretter
Ohne Schwimmbäder keine Wasserretter
06.05.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (ar) - "Wir machen Wasserfreizeit sicher!", so das Motto des Landesverbandes Baden der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), der sich am Wochenende zu seiner Verbandsversammlung in Bühl traf. Um jedoch auch künftig die Sicherheit der Menschen im, am und auf dem Wasser zu gewährleisten, müssen nicht nur gute Rettungsschwimmer ausgebildet, sondern auch eine gute Schwimmausbildung angeboten werden. In einer Online-Petition "Rettet die Bäder", die bereits rund 95 000 Unterstützer hat, kämpft die DLRG gegen das massive Bädersterben in Deutschland.

"Wir haben immer weniger Bäder zur Verfügung, um ausbilden zu können", konstatierte Günther Seyfferle vom DLRG-Bundesvorstand. Jährlich werden durchschnittlich 80 Schwimmbäder in Deutschland geschlossen. Auch Bäder im Landesverband Baden seien hiervon betroffen. Viele öffentliche Bäder sind sanierungsbedürftig, die Kommunen auf der anderen Seite immer weniger finanzkräftig. Die Folge sind Schwimmbadschließungen, damit verbunden lange Wartelisten bei Schwimmausbildung und oft keine Möglichkeiten mehr zum Schulsport. Wie wichtig jedoch eine gute Schwimmausbildung ist, zeigte Janice Haney, Leiterin beim DLRG-Landesverband Baden, auf, denn immer noch ertrinken in Deutschland jährlich rund 500 Menschen. Allein in Baden-Württemberg sind im vergangenen Jahr 62 Menschen ertrunken.

Im Landesverband Baden der DLRG, der fast auf den Tag genau vor 95 Jahren ins Leben gerufen wurde und in dem über 52 000 Mitglieder in zwölf Bezirken mit 180 Gliederungen organisiert sind, haben im vergangenen Jahr fast 3 000 ehrenamtliche Ausbilder 144 212 Stunden in die Schwimmausbildung investiert. Rund 20 000 Kinder und Erwachsene erhielten hierbei Schwimmausbildung.

Die ehrenamtlichen Helfer der DLRG stehen jedoch rund um die Uhr für weitere Kernaufgaben bereit. So wurden in Baden im vergangenen Jahr an 101 Freigewässern und 158 Freibädern Rettungswachdienste abgehalten. Gerufen wurden die Wasserretter zu 2 975 Einsätzen landesweit, bei denen 44 Menschen vor dem Ertrinken gerettet werden konnten.

Im Bezirk Mittelbaden, zu dem die Ortsgruppen Bühl/Bühlertal, Baden-Baden Gaggenau, Gernsbach, Rastatt sowie Weisenbach-Reichental-Forbach gehören, sind rund 40 ehrenamtliche Einsatzkräfte aktiv, darunter Einsatztaucher, Bootsführer, Strömungsretter und Sanitäter.

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