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Digitale Helfer für Camper
Digitale Helfer für Camper
08.05.2019 - 06:18 Uhr
Berlin (dpa) - Wie komme ich am schnellsten zum nächsten Campingplatz? Ist dort noch Platz? Gibt es WLAN-Hotspots? Solche Fragen kommen bei Camping-Urlaubern häufig auf. Wer mit Reisemobil, Wohnwagen oder Zelt unterwegs ist, dem können Apps eine Hilfe sein.

Essenziell sind alle Arten von Navigationsprogrammen. "Google Maps und Karten von Apple eignen sich gut, weil beide sehr präzise in Echtzeit den Verkehr abbilden", findet Dominic Vierneisel von der Fachzeitschrift "Promobil". Ihr Manko bei größeren Fahrzeugen oder längeren Gespannen: Höhen- und Gewichtsbeschränkungen lassen sich nicht einstellen. Darauf müssen Fahrer auf der Strecke achten.

Alternativ bieten sich die Apps "Here We Go" oder "City Maps 2 Go" an. Beide funktionieren auch offline, wenn sich Nutzer die Karten vorher herunterladen. Wer beim Tanken Geld sparen möchte, dem zeigt die App "Mehr Tanken" die Treibstoffpreise in der unmittelbaren Umgebung an.

Camper, die im Ausland unterwegs sind, sollten wissen, ob und wie viel Maut fällig wird. Die App "Green Zones" zeige alle wichtigen Maut-Infos innerhalb Europas an und weiß, wo gerade Dieselfahrverbote gelten, sagt Vierneisel. Die App "Via Michelin" macht Routenvorschläge und informiert über mögliche Kosten für Maut und Kraftstoff.

Bei der Campingplatz-Suche hilft der ADAC Camping- und Stellplatzführer, der eine Vielzahl von Plätzen in ganz Europa enthält, allerdings einmalig rund neun Euro kostet. Praktisch sei, dass Nutzer nach bestimmten Kriterien filtern können. Etwa, ob es WLAN-Hotspots gibt oder sie ihren Hund mitbringen dürfen, erklärt Katharina Baus von der Fachzeitschrift "Camping und Reise".

Eine kostenfreie Option ist "womo-stellplatz.eu". Die App hält Informationen zu europaweit 20 000 Stell- und Campingplätzen bereit. "Je nach Land empfehlen sich die Apps der nationalen Campingclubs", rät Christian Günther. Er ist Geschäftsführer vom Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland (BVCD).

Gerade beim Zelten wird man ungern von Regenschauern oder einem aufziehenden Sturm überrascht. Aus dem Grund haben Camper besser eine Wetter-App auf dem Smartphone installiert.

Für die Alpenregion bietet etwa die Anwendung "Bergfex/Wetter" detaillierte Informationen. Einen Geheimtipp hat Katharina Baus parat: "Die Wetter-App vom Norwegischen Meteorologischen Institut namens YR ist auf die nötigsten Informationen reduziert." Sie zeige Temperaturen, Niederschläge und Windgeschwindigkeiten an.

Einen immer höheren Stellenwert bei Camping-Urlaubern hat das Thema WLAN. Ohne Internet geht heutzutage nur noch wenig. Wie gut, dass es Apps wie "Free Zone WIFI" oder den "WiFi-Finder" gibt, die Hotspots in der Nähe anzeigen. Mit der "BEET mobile Hotspot App" können Urlauber die Internetverbindung per WLAN mit anderen Geräten teilen.

Grundsätzlich sollte man sich nicht darauf verlassen, dass man ständig Zugriff auf das Internet hat. "Es gibt nämlich durchaus Campingplätze, auf denen die Betreiber Gebühren für die Nutzung des WLAN verlangen. Das kann dann bei einem mehrwöchigen Urlaub ins Geld gehen", sagt Viktoria Groß vom Deutschen Camping-Club.

Zudem funktioniert nicht jede App offline. Vor Urlaubsbeginn sollte man aber alles, was ohne Internetverbindung nutzbar ist, herunterladen und sich mit den Anwendungsmöglichkeiten vertraut machen.

Wer im Wohnwagen nicht auf das tägliche Fernsehprogramm verzichten möchte, hat idealerweise eine Satellitenschüssel installiert. Um die richtige Position für die Anlage zu orten, hilft der "Sat Finder Pro". Die App kostet einmalig 2,29 Euro. Baus beschreibt: "Sie ermöglicht, die Schüssel in vier einfach erklärten Schritten auszurichten." Eine kostenlose Alternative ist die Software "Satellite Finder".

Bei Verständigungsproblemen im Ausland kann der Google-Übersetzer helfen. Er ist sogar in der Lage, Straßenschilder in fremder Sprach e zu übersetzen - dafür fotografiert man einfach den Text in der App ab.

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