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Weber Haus weitet Umsatz aus
Weber Haus weitet Umsatz aus
09.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Jürgen Volz

Rheinau-Linx - Der Fachkräftemangel und Engpässe bei Zulieferern bremsen das Wachstum beim Fertighaushersteller Weber Haus. Zwar konnte das Familienunternehmen im vergangenen Jahr seinen Umsatz auf 258 Millionen Euro ausweiten (plus drei Prozent). Aber es hätte angesichts der hohen Nachfrage deutlich mehr sein können, wie Geschäftsführer Stephan Jager gestern bei der Bilanz-Pressekonferenz in Rheinau-Linx sagte.

Vor allem die Problematik fehlender Arbeitskräfte beschäftigt das Unternehmen, das im kommenden Jahr 60 Jahre alt wird. "Daran arbeiten wir permanent", sagte Jager. Eine denkbare Lösung könnte sein, bestimmte Arbeiten der Vorfertigung von der Baustelle in die Produktionshallen im Werk zu verlegen. Weber plant dort eine Erweiterung um rund 3 000 Quadratmeter und die Installierung einer nahezu vollautomatisierten Wandfertigungsanlage. Dazu sollen - über zwei Jahre verteilt - rund zehn Millionen Euro in die Hand genommen werden. 2018 hatte Weber Haus rund 5,5 Millionen Euro unter anderem in eine neue Brandmeldeanlage und IT-Systeme investiert.

Mit dem zurückliegenden Geschäftsjahr zeigt man sich in Rheinau-Linx zufrieden. "Wachstumstreiber war die weiterhin zunehmende Beliebtheit ökologischer Fertighäuser aus dem nachhaltigen Baumaterial Holz. Außerdem spielt der Bereich Objektbau zunehmend eine größere Rolle. So konnten wir trotz gleicher Stückzahl an gebauten Projekten den Umsatz steigern", so Heidi Weber-Mühleck, geschäftsführende Gesellschafterin von Weber Haus. Im laufenden Geschäftsjahr wird ein moderater Umsatzzuwachs von zwei Prozent erwartet. Der aktuelle Auftragsbestand sichere nicht nur die Beschäftigung für die kommenden 16 Monate, sondern gebe auch Planungssicherheit, wie Geschäftsführer Jager sagte.

Das Unternehmen hat 2018 insgesamt 750 neue Projekte realisiert. Neben Ein- und Zweifamilienhäusern zählt auch der Objekt- und Gewerbebau seit 2015 zu den Geschäftsfeldern. Er soll in Zukunft weiter ausgebaut werden. Ein aktuelles Projekt ist ein sogenanntes Boarding-House in Bühl mit 33 Zimmern, das im September seinen Betrieb aufnehmen soll.

Zwar ist Deutschland nach wie vor der wichtigste Markt für den Fertighaushersteller, aber auch der Export spielt mit inzwischen 14 Prozent zunehmend eine Rolle. Weber Haus ist in der Schweiz, Luxemburg, Großbritannien, Irland sowie in grenznahen Gebieten in Frankreich aktiv.

Aktuell beschäftigt das Unternehmen 1 176 Mitarbeiter in den Werken Rheinau-Linx (927 Mitarbeiter) und im nordrhein-westfälischen Wenden-Hünsborn (249).

Der Fertighaushersteller arbeitet nach den Worten von Geschäftsführer Jager konsequent an seiner Produktentwicklung. Mit einer im Februar eingeführten neuen Generation der Außenwand erfüllen künftig alle Weber-Häuser hohe Energie-Effizienzstandards. Gleichzeitig gehört nun die moderne Smart-Home-Steuerung zur Grundausstattung der Fertighäuser.

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