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Stabwechsel mit Humor und Wehmut
18.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Volker Neuwald

Karlsruhe - Das Regierungspräsidium (RP) in Karlsruhe wird auch künftig von einer "starken Frau" geführt. Mit diesen Worten führte Innenminister Thomas Strobl (CDU) gestern in einem Festakt Regierungspräsidentin Sylvia Felder in ihr Amt ein. Zusammen mit Regierungsvizepräsidentin Gabriela Mühlstädt-Grimm bildet Felder die weibliche Doppelspitze des Hauses. Zugleich wurde Nicolette Kressl nach sieben Jahren als Regierungspräsidentin gestern verabschiedet.

In der Feierstunde mit zahlreichen Repräsentanten aus Politik und Verwaltung des Bundes, des Landes und der Region wurde deutlich, wie groß die Wertschätzung der rund 1 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Kressl ist - und wie groß das Bedauern über ihr Ausscheiden.

Dabei spielte die parteipolitische Komponente des Stabwechsels gestern keine Rolle mehr - der Wechsel von einer SPD- zu einer CDU-Politikerin, die "Rückkehr" der Behörde in den "christdemokratischen Schoß". Beide Frauen sind enorm erfahren und durch ihren beruflichen Werdegang jeweils bestens vernetzt.

"Nicolette Kressl hat dem Regierungspräsidium Karlsruhe über fast sieben Jahre ein Gesicht gegeben und den Regierungsbezirk geprägt", würdigte Strobl die 60-Jährige. "Die Bewältigung der Flüchtlingskrise, der Ausbau der Bürgerbeteiligung, große Infrastrukturprojekte bei Bahn, Straße und Hochwasserschutz, der Aufbau einer neuen Abteilung für die zentrale Steuerung der Flüchtlingsunterbringung oder die Einführung moderner Verwaltungsverfahren und Digitalisierungsprozesse" prägten Kressls Amtszeit. Nicht zu vergessen der Druck zu Personaleinsparungen über mehrere Jahre hinweg.

Frédéric Pfliegersdoerffer als Regionalrat der Région Grand Est würdigte Kressls Engagement für die deutsch-französische Zusammenarbeit. Er sei überzeugt, dass Felder an diese Tradition anknüpfen werde.

Achim Brötel (CDU), Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises, dankte Kressl für ihr offenes Ohr, was die Wünsche und Nöte der Kreise angehe. Sie sei immer exzellent vorbereitet gewesen. An Felder gewandt versprach er: "Auf Ihre Landräte ist Verlass."

Markus Willy, Vorsitzender des Personalrats, lobte Kressl als gute und verlässliche Chefin, die man nur mit Wehmut und Traurigkeit ziehen lasse. Sie sei stets offen gewesen und habe Taten sprechen lassen.

Das Amt der Regierungspräsidentin sei das spannendste ihrer beruflichen Laufbahn gewesen, blickte Kressl in persönlichen Worten zurück: "Unglaublich vielfältig und sehr nah bei den konkreten Situationen und Anliegen der Kommunen und der Bürger." Zusammen mit den Mitarbeitern sei es gelungen, viele Herausforderungen der letzten sieben Jahre erfolgreich zu meistern." Sie hob den Humor hervor, der die Mitarbeiter auszeichne und die tägliche Arbeit enorm erleichtere.

Sylvia Felder will für Stabilität und Kontinuität an der Spitze der Behörde stehen - unter dem Motto "Wir gemeinsam". "Nicolette Kressl übergibt ein gut bestelltes Haus." Die neue Chefin zeigte sich überzeugt, sich auf das "Kompetenzteam im Kleid einer Bündelungsbehörde" verlassen zu können.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der "Combo Symbadico", wie immer von Gerlinde Hämmerle prominent an der Gitarre begleitet. Laut Strobl zeigt dies, dass es auch "nachdienstlich eine sinnvolle Verwendung für Regierungspräsidentinnen im Ruhestand" gebe.

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