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Aus KMK wird Messe Karlsruhe
28.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Nico Fricke

Karlsruhe - Mit einer neuen Bezeichnung und einem neuen Erscheinungsbild (Corporate Identity, CI) will die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH ihrem Anspruch als eine der größten Messestandorte Süddeutschlands gerecht werden. Kürzel und Logo KMK gehören der Vergangenheit an. Künftig tritt die Gesellschaft kurz und bündig als "messe _karlsruhe" auf.

"Der Charakter und das Selbstverständnis der Messe Karlsruhe haben sich in den zurückliegenden zehn Jahren grundlegend verändert. Diese Transformation wollen wir nun auch optisch zum Ausdruck bringen", erläuterte Geschäftsführerin Britta Wirtz im Rahmen der gestrigen Bilanzpressekonferenz. "Wir vernetzen Menschen, wir verknüpfen Wissen und geben Emotionen eine Bühne", fasste sie zusammen. Das soll im neuen Logo vermittelt werden. Auch das digitale Bewusstsein habe Einzug gehalten. Dafür stehe der sogenannte Cursor im Logo. Die Heraushebung des Stadtnamens wird Karlsruhe national und international einen neuen Stellenwert vermitteln, erhofft sich Wirtz von der Umsetzung der neuen CI ab kommender Woche: "Die Wort-Bild-Marke ist ein Qualitätsversprechen mit klarem Absender." Auch die Aufsichtsratsvorsitzende der Messe Karlsruhe, Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz, freute sich gestern über die "klare Positionierung: Messe und Karlsruhe sind unmittelbar miteinander verbunden." Gerne hätte man die Neueinführung des neuen Logos mit der ursprünglich für dieses Jahr geplanten Wiedereröffnung der Stadthalle verbunden. "Doch der Abschluss der Sanierung werde nun wohl erst Ende 2021 realisierbar", sagte Luczak-Schwarz. Ende Juni gibt es neue Pläne, dann wisse man wohl mehr, "vor allem die Gewerke Elektro und Sanitär bereiten Sorgen". Dass die Stadthalle als Veranstaltungsort 2018 erstmals ganzjährig nicht mehr zur Verfügung stand, machte sich in den gestern veröffentlichten Bilanzzahlen bemerkbar. "Unser Herzstück fehlt uns im Portfolio", sagte Luczak-Schwarz. Die Zahl der Kongresse sei deutlich von 119 auf 85 im vergangenen Jahr zurückgegangen. "Wir benötigen die sanierte Stadthalle für den künftigen Ausbau der Messe- und Kongress-Aktivitäten am Wirtschaftsstandort Karlsruhe", betonte die Aufsichtsratsvorsitzende, die sich ansonsten zufrieden mit der Entwicklung des Messe- und Kongressgeschäfts zeigte. Die Messe Karlsruhe habe ihre geplanten Ziele erneut übertroffen.

Die Bilanz der Messe Karlsruhe für das Jahr 2018 weist einen Gesamtumsatzerlös von 32,9 Millionen Euro aus. Damit erzielt die Gesellschaft den zweithöchsten Umsatz (2017: 33 Millionen Euro) ihrer Firmengeschichte und lag um 3,2 Millionen Euro über dem geplanten Wert. Messe-Geschäftsführerin Wirtz unterstrich: "Das turnusbedingte Vergleichsjahr bei unserem Messe-Geschäft ist das Jahr 2016. Hier hatten wir ein ähnliches Portfolio im Eigenmessebereich und erzielten 20,5 Millionen Euro Umsatzerlös. 2018 lagen wir um 3,3 Millionen Euro darüber und konnten einen Umsatz von 23,8 Millionen Euro verbuchen. Das ist ein Rekord. Und kompensiert teilweise die Schließung der Stadthalle."

Fehlbetrag liegt bei

zwölf Millionen Euro

Es freue sie, dass der Geschäftsbereich Kongresse mit einem Umsatzerlös von 8,5 Millionen Euro (2017: 9,1 Millionen Euro) rund 1,9 Millionen Euro über dem Plan liege, sagte Luczak-Schwarz. Dass die Schließung der Stadthalle nicht größere Dellen im Ergebnis hinterlasse, sei dem Messeteam zu verdanken, das für die Kunden Alternativstandorte wie zum Beispiel in Schwarzwald- und Gartenhalle angeboten habe. Das operative Ergebnis 2018 betrug 7,7 Millionen Euro und lag damit um 0,4 Millionen Euro unter dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2017 und 1,1 Millionen Euro über dem Plan. Faktoren für diesen Erfolg seien das Wachstum des Bestandsportfolios und die Erweiterung des Eigenmesseangebots.

Fast eine "Punktlandung" habe es beim Betriebsergebnis gegeben. Der Jahresfehlbetrag der Messe Karlsruhe lag bei zwölf Millionen Euro (2017: 11,2 Millionen Euro). "Diesen Betonrucksack für die Hallenmieten tragen wir mit uns herum", so Luczak-Schwarz. In dem Betrag seien aber auch Mittel zur Vorsorgerückstellung für mögliche Sanierungsmaßnahmen auf dem Messegelände berücksichtigt.

Zu 282 Veranstaltungen - darunter 40 Messen (2017: 42) - hatte die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH im vergangenen Jahr geladen (2017: 301), zu denen rund 747 000 Besucher (2017: 800 000) gekommen sind. "Mit der Wiederinbetriebnahme der Stadthalle werden alle Kennzahlen nach oben gehen", prognostizierte Wirtz: "Davon bin ich überzeugt."

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