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"Beschäftigung wächst"
31.05.2019 - 00:00 Uhr
Frankfurt/Mainz (lhe/lrs) - Der hessische Arbeitsmarkt hat im Mai etwas an Schwung verloren. Die Zahl der Arbeitslosen stieg gegenüber dem Vormonat leicht um 481, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr gab es dagegen einen Rückgang um 4 445. Insgesamt waren 148 930 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz ist im Mai wegen des weiterhin stabilen Markts erneut gesunken. Im abgelaufenen Monat waren rund 95 900 Männer und Frauen erwerbslos gemeldet. Das waren rund 200 Menschen weniger als vier Wochen zuvor.

In Hessen sei das der niedrigste Stand in einem Mai seit 1992. Die Arbeitslosenquote verharrte mit 4,4 Prozent auf dem Wert des Vormonats.

Der hessische Arbeitsmarkt zeige sich immer noch robust, betonte der Leiter der Regionaldirektion, Frank Martin. "Ich gehe weiterhin davon aus, dass die Arbeitslosenzahl zum Jahresende deutlich unter dem Wert von 2018 liegen wird."

Aus diesen Monatswerten bereits Anzeichen für eine Konjunkturschwäche zu sehen, sei verfrüht, sagte Martin. Es gelte, die Entwicklung der kommenden Monate abzuwarten. "Die Beschäftigung wächst und liegt weiterhin über den Wachstumsraten des Bundes." Auch die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt seien weiterhin gut. Hier gebe es noch mehr als 17 700 offene Lehrstellen, besonders das Handwerk suche Azubis.

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände sieht bereits deutliche Anzeichen, dass sich die Wirtschaft eintrüben wird. "Trotzdem sind die hessischen Unternehmen weiter dringend auf mehr qualifizierte Zuwanderung angewiesen, etwa im Handwerk, im Baugewerbe, den Gesundheitsberufen sowie technischen und IT-Berufen", sagte der Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert. Damit Hessen zu einem Magneten für ausländische Fachkräfte werde, brauche es endlich ein attraktives Fachkräfteeinwanderungsrecht.

Aus Anlass der neuen Arbeitsmarktzahlen verwies der DGB auf den Berg von unbezahlten Überstunden und begrüßte ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes. Nach dem Urteil von Mitte Mai sollen Arbeitgeber verpflichtet werden, die gesamte Arbeitszeit ihrer Beschäftigten systematisch zu erfassen. Dem DGB zufolge hätten 2017 alleine die Beschäftigten in Hessen hochgerechnet 66,9 Millionen Überstunden zugunsten der Unternehmen geleistet.

"Die vergangenen Wochen zeigen, dass der Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz noch stabil ist", sagte Direktionschefin Heidrun Schulz. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl im Mai um rund 2 100 Menschen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert auf 4,3 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 4,4 Prozent.

"Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer ist im vierten Monat in Folge zurückgegangen", sagte Schulz. Allerdings würden sich die Anzeichen häufen, dass die Menschen, die aus ungelernter oder angelernter Beschäftigung arbeitslos werden, nicht einfach eine Anschlussanstellung finden. "Gerade ihnen werden wir verstärkt Bildungsangebote unterbreiten", kündigte die Direktionschefin an.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Rheinland-Pfalz und Saarland begrüßte die Ankündigung. Dies reiche allerdings noch lange nicht aus, da in Rheinland-Pfalz fast 80 000 junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung seien. Der DGB geht davon aus, dass viele von ihnen ebenfalls ungelernt arbeiten. Um die Datenlage zu verbessern, forderte der DGB, für sie ein arbeitsmarktpolitisches Konzept zur Erfassung und Unterstützung auf den Weg zu bringen.

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