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Mobilität ist mehr als Autonomes Fahren
Mobilität ist mehr als Autonomes Fahren
01.07.2019 - 00:00 Uhr
Von Winfried Heck

Karlsruhe - Mit rund 9 000 Menschen blieb das Interesse am Tag der offenen Tür des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zwar deutlich hinter den Besucherzahlen früherer Jahre zurück, doch wirklich enttäuscht zeigte sich am Samstag niemand. Schon gar nicht die Besucher, die auf dem eher beengten Gelände des Campus-Ost, der ehemaligen Mackensen-Kaserne an der Rintheimer Querallee, deutlich dichter ran kamen an das, was das KIT an aktueller Forschung zu bieten hat.



Das Thema Mobilität spielt auf dem Campus Ost mit Fahrzeugtechnik, Autonomem Fahren oder dem Einsatz von Robotern in der Landwirtschaft die große Rolle.

KIT-Präsident Holger Hanselka zeigte sich anschließend stolz darauf, "dass wir die spannende Welt unserer Forschung so gut vermitteln konnten."

"Früher wurde mit Mobilität fast ausschließlich das Auto in Verbindung gebracht", lenkte Hanselka gleich zu Anfang den Blick darauf, dass auf dem Campus Ost sehr breit geforscht und entwickelt wird. Die Nähe zur Industrie ist hier gewollt und diese Gelegenheit wird von den großen Firmen der Region auch rege genutzt. "Studierende lernen hier am KIT, wohin die Entwicklung geht, das macht sie später zu begehrten Mitarbeitern. Gleichzeitig wird ein immer größeres Netzwerk geknüpft", sieht Hanselka die Vorteile auf beiden Seiten.

Wie gut die Fahrzeugtechnik am KIT ist, lässt sich beispielsweise an den Erfolgen des KIT-Racing-Teams ermessen, das im weltweiten Wettstreit mit rund 800 anderen universitären Mannschaften oft ganz vorne mit dabei ist und im Jahr 2016 sogar Weltmeister bei den Elektroflitzern war. Seit 2017 ist "KIT Racing" auch mit einem autonomen Fahrzeug am Start und damit das einzige Team weltweit, das in allen drei Kategorien (Verbrenner, Elektro, Autonom) Rennwagen entwickelt und baut.

Die Besucher auf dem Gelände konnten dabei erleben, dass Elektro-Autos nicht nur leiser sind und deutlich weniger Gestank verbreiten, sondern auch wesentlich spektakulärer und schneller auf dem engen Parcours unterwegs waren.

Leiser sollen auch Straßenbahnen werden, denen eine Forschergruppe des KIT das Kurvenquietschen abgewöhnen will. Ein aktives, mit Sensoren ausgestattetes Fahrwerk soll Lärm und Materialverschleiß reduzieren, die Karlsruher Verkehrsbetriebe erweisen sich hier als idealer Partner.

Nebenan wird in Zusammenarbeit mit Schaeffler daran gearbeitet, hoch manövrierbare Fahrzeuge herzustellen, bei denen jedes Rad mit Rechnerunterstützung einzeln gesteuert wird. Sehr großes Interesse gab es auch am Projekt "reFuels", der Erzeugung von regenerativen Kraftstoffen, die bei der Reduzierung von CO 2 -Emmissionen eine gewichtige Rolle spielen könnten.

Eröffnet wurde am Samstagnachmittag auch noch das Wissenschaftsfestival Effekte, das noch bis kommenden Sonntag läuft und an verschiedenen Stellen der Stadt mit Vorträgen und Experimenten in Sachen "Karlsruher Innovationen" punkten will.

Sprichwörtlich um "Wissensdurst" geht es beispielsweise am 3. Juli, wenn in Form einer Kneipentour durch drei Lokale auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofs Themen wie Big Data, Industrie 4.0 und Digitalisierung behandelt werden.

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