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Forderung nach mehr Tarifbindung
07.10.2019 - 00:00 Uhr
Nürnberg (dpa) - Mit einer Forderung nach mehr Tarifbindung hat die IG Metall gestern in Nürnberg ihren 24. ordentlichen Gewerkschaftstag eröffnet. Die stellvertretende Vorsitzende Christiane Benner ermahnte die Industriebetriebe, sich wieder stärker in Tarifgefüge zu begeben, um Herausforderungen gemeinsam mit den Gewerkschaften zu lösen.



Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte, die größten Probleme in der Arbeitswelt existierten dort, wo es keine Tarifbindung gebe. 483 Delegierte sollen bis Samstag knapp 800 Anträge beraten und einen neuen Vorstand wählen. Der Erste Vorsitzende Jörg Hofmann und seine Stellvertreterin Benner tretenmit einer unveränderten Mannschaft zur Wiederwahl an.

Von Heil erwartet Deutschlands größte Gewerkschaft mit mehr als 2,2 Millionen Mitgliedern eine Ausweitung des Kurzarbeitergelds. Diese Lohnersatzleistung aus den Kassen der Arbeitslosenversicherung soll dazu genutzt werden, Metallbeschäftigte für die veränderten Anforderungen fit zu machen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Donnerstag im Nürnberger Kongress-Zentrum erwartet.

Nach Einschätzung von Gewerkschaftschef Hofmann stecken die Kernbranchen der IG Metall wie Fahrzeug- und Maschinenbau mitten in gewaltigen Umbrüchen, getrieben von der Digitalisierung und der Umstellung auf klimafreundlichere Antriebe. Den Staat sieht Hofmann in einer besonderen Verantwortung, dass es dabei gerecht zugeht. Auch die Stahlindustrie oder der Energieanlagenbau stecken in der Krise. Ziel der Gewerkschaft sei es, möglichst viele Jobs in Deutschland zu halten und neue Arbeitsplätze dort anzusiedeln, wo alte wegfallen. Zur Mobilitäts- und Energiewende will die Gewerkschaft ein Aktionsprogramm beschließen.

Bei der eigenen Arbeit will die IG Metall den einzelnen Betrieb stärker in den Fokus nehmen. "In den Betrieben entscheidet sich, ob wir unsere Konfliktfähigkeit schärfen können, ob wir zu gesellschaftlichen Themen mobilisieren und ob wir in den Tarifverhandlungen Stärke zeigen können", hatte Hofmann vorab gesagt. Die Arbeitgeber warnten die IG Metall davor, mit überbetrieblichen Qualifizierungsansprüchen zusätzliche Kosten zu verursachen. Die tariflichen Regelungen zum Thema stammten größtenteils aus dem Jahr 2015 und seien umfassend genug. Sie müssten nur konsequent genutzt werden, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands der bayerischen Metall- und Elektroindustrie, Bertram Brossardt. Die künftigen Tarifforderungen müssten sich klar am Produktivitätsfortschritt orientieren und die "fatale Kostenentwicklung" der vergangenen Jahre stoppen.

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