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Oberrhein soll für Binnenschiffer attraktiv bleiben
23.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Volker Neuwald

Rastatt - Aus zwei mach eins: Gestern wurde das neue Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Oberrhein aus der Taufe gehoben. Es geht aus dem Zusammenschluss der bisherigen WSA-Standorte Freiburg und Mannheim hervor, die erhalten bleiben. Für die Feier zusammen mit der Belegschaft hatte man Rastatt ausgewählt - weil die Stadt ziemlich exakt in der Mitte des neuen Reviers liegt.

Die insgesamt rund 350 Beschäftigten sind für mehr als 320 Rheinkilometer von Basel bis kurz vor Mainz zuständig. Dazu gehört als Besonderheit die 180 Kilometer lange Flussgrenze zwischen Deutschland und Frankreich mit staustufengeregelten und freifließenden Rheinabschnitten. Des Weiteren betreibt und unterhält das WSA Oberrhein die Schleuse Iffezheim - eine der größten Binnenschleusen Europas.

Der Präsident der in Bonn angesiedelten Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Professor Hans-Heinrich Witte, und WSA-Amtsleiter Jörg Vogel hoben in ihren Ansprachen die Bedeutung des Oberrheins als Verkehrssystem hervor. Vogel leitete bereits zwölf Jahre lang das WSA Freiburg und seit drei Jahren parallel das Amt in Mannheim.

"Das WSA möchte kooperativer Partner der Region sein, die ihren Wohlstand auch den guten Verkehrsanbindungen verdankt, insbesondere dem umweltfreundlichen Verkehrssystem Schiff - Wasserstraße - Häfen", sagt Vogel und meint damit nicht nur die BASF in Ludwigshafen. "Unsere Aktivitäten werden künftig darauf ausgerichtet sein, die Attraktivität des Schifffahrtswegs Oberrhein zu erhalten. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil sich die Güterstrukturen ändern und die gesellschaftlichen Erwartungen an die Vereinbarkeit von Verkehr und Umwelt steigen." So werde zum einen weniger Kohle als Massengut transportiert, zum anderen steige der Grad der Containerisierung.

Konkret erwähnt Vogel rund zehn Millionen Euro, die in eine neue Steuerungs- und Regelungstechnik der Schleuse Iffezheim investiert werden. Zudem soll der Rheinabschnitt zwischen Iffezheim und Karlsruhe mit Blick auf die Mindestwassertiefe systematisch untersucht werden. Im Blick hat man dabei die Fahrrinne.

An das Revier Oberrhein grenzen neben Frankreich und der Schweiz drei Bundesländer, was zu einer Vielzahl von länderübergreifenden Vertragsregelungen und zu einer engen Zusammenarbeit führt. Deshalb wird es im neuen WSA Oberrhein eine Stabsstelle für die deutsch-französische Koordination geben, erklärt Vogel.

Zusätzliches Personal eingestellt

In den vergangenen beiden Legislaturperioden wurden die Investitionen in den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur deutlich erhöht. Darüber hinaus wurde die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mit zusätzlichem Personal für wichtige Investitionsmaßnahmen ausgestattet.

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