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Spitzenreiter mit 129 km/h geblitzt
Die stationäre Überwachungsanlage bei Geroldsau an der B 500 registriert die höchsten Geschwindigkeiten. Foto: Archiv/Reith
13.02.2018 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Es wurde im vergangenen Jahr in der Kurstadt zwar nicht grundsätzlich langsamer, aber doch - zumindest im Bereich der stationären Messanlagen am Verfassungs- und Ebertplatz - etwas vorsichtiger gefahren. Daher ging 2017 insgesamt die Zahl der Beanstandungen bei den städtischen Geschwindigkeitskontrollen um rund 2000 auf 31743 zurück.

Dies zeigt die Jahresbilanz der kommunalen Radarkontrollen, die Bürgermeister Roland Kaiser und Manfred Schmalzbauer, Leiter der städtischen Verkehrsbehörde, gestern vorstellten. Dabei unterstrich Kaiser die Bedeutung einer konsequenten Verkehrsüberwachung, die auch dazu beitrage, dass Baden-Baden hinsichtlich der Unfallzahlen zu den verkehrssichersten Stadtkreisen im Land gehöre.

Mobile Geschwindigkeitsüberwachung: Hier wurden bei 412 Messungen insgesamt 22026 Überschreitungen festgestellt. Dies ist zwar nur ein kleiner Rückgang gegenüber dem Jahr zuvor, doch man muss auch in Betracht ziehen, dass sich 2017 die Messzeit im mobilen Bereich mehr als verdoppelt hat. Dies liegt am testweisen Einsatz des sogenannten Enforcement-Trailers - ein anhängerartiges Fahrzeug, in dem sich eine Kamera verbirgt, die über viele Stunden hin auch nachts im Einsatz ist. Daher ist eine Fast-Konstanz bei den Überschreitungen durchaus eine positive Entwicklung.

Stationäre Kontrollen am Ebert- und Verfassungsplatz: Es ist zu erkennen, dass immer mehr Autofahrern die Gefahr bewusst ist, an diesen Plätzen "geblitzt" zu werden. So sank die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße von über 15000 im Jahr 2015 und 10360 im Jahr 2016 auf nun 8400.

Stationäre Messanlage in Geroldsau: Im Gegensatz zu den anderen Bereichen gibt es hier keine Verbesserung, denn die Zahl der Beanstandungen ist auf 1317 gestiegen.

Stationäre Rotlichtüberwachung: Die recht hohe Zahl an Verstößen geht nur langsam zurück, die Anlage am Ebert- und Verfassungsplatz registrierte 2017 insgesamt 1575 Beanstandungen. Dies wird für Autofahrer auch richtig teuer, denn wer innerhalb einer Sekunde nach Beginn des Rotlichts gemessen wird, zahlt 90Euro und kassiert einen Punkt, ab einer Sekunde sind 200 Euro fällig und es gibt zwei Punkte.

Schwarzwaldhochstraße: Wegen der Motorradunfälle gilt der Schwarzwaldhochstraße bei der Überwachung stets ein besonderes Augenmerk. Eine Verbesserung des Tempoverhaltens der Verkehrsteilnehmer war im vergangenen Jahr nicht festzustellen, bei neun Messungen gab es 476Beanstandungen.

Überwachungsschwerpunkte: Beim Einsatz der mobilen Geräte richtet sich die Baden-Badener Verkehrsbehörde vor allem nach Unfallhäufungsstellen, Umgebungsbereichen von Schulen und Kindergärten sowie nach Beschwerden von Bürgern. 2017 gab es die häufigsten Messungen (jeweils 46 Mal) in der Murgstraße und der Balger Straße. In der Rangliste der Zahl der Messungen folgen dann: Berta-Benz-Straße (41), Poststraße (27), Yburgstraße (17), Kuppenheimer Straße (15), Rheinstraße (15) und Gallenbacher Straße (14). In der Rheinstraße fällt der bei nur 15 Messungen erreichte Spitzenwert von 2079 Beanstandungen auf.

Tempo-Spitzenreiter: Mit den höchsten Geschwindigkeiten wurden zwei Motorradfahrer am Ortsausgang von Geroldsau erwischt, die bei erlaubten 70 Stundenkilometern mit 129 beziehungsweise 125 "Sachen" in Richtung Zimmerplatz rasten. Das Gaspedal viel zu weit durchgedrückt hatte am Ebert-/Verfassungsplatz ein Autofahrer der stadteinwärts mit 112 km/h gemessen wurde.

Einnahmen: Der Rückgang der Zahl der Beanstandungen macht sich auch in der städtischen Kasse bemerkbar: Die Einnahmen durch die Geschwindigkeitsüberwachung sanken von knapp 827000 Euro auf rund 744000 Euro.

Aussichten: Diese werden für Temposünder nicht besser. Im späten Frühjahr erwartet die Stadt die Lieferung des Enforcement Trailers, den man nach der Testphase im vergangenen Jahr nun gekauft hat. Er soll vor allem auch die Kontrollmöglichkeiten in den Nächten erweitern.

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