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Das "Unikat" wird zukunftsfit gemacht
Das Pflegeheim Schafberg wird bis 2020 für mehr als acht Millionen Euro umgebaut. Künftig haben dort 75 Bewohner Platz. Foto: Holzmann
03.05.2018 - 00:00 Uhr
Von Harald Holzmann

Baden-Baden - Das Pflegeheim auf dem Schafberg wird in den kommenden beiden Jahren umgebaut. Das Klinikum Mittelbaden, das das Heim betreibt, geht von acht bis neun Millionen Euro aus, die nötig sind, um das denkmalgeschützte Gebäude fit für die Zukunft zu machen. Seit einigen Tagen liegt die Baugenehmigung vor.

"Zurzeit haben wir bergeweise Ausschreibungen laufen, viele davon sind europaweit", sagt Klinik-Chef Jürgen Jung. Er weiß: "Die Baubranche boomt. Insofern sind wir gespannt, ob unsere ursprüngliche Kostenschätzung von 8,7 bis 8,8 Millionen Euro hält." Läuft alles wie geplant, beginnen die Bauarbeiten im Spätsommer. "Wir gehen von einer Bauzeit von 18 bis 24 Monaten aus", sagt er. Im Sommer 2020 soll das idyllisch am Waldrand in Lichtental gelegene Heim wieder in neuem Glanz erstrahlen - und gemäß der neuen Heimbauverordnung nur noch Einzelzimmer anbieten.

Da ein abschnittsweiser Umbau nicht möglich ist, müssen die 75 Bewohner und 40 Mitarbeiter in diesem Sommer alle ausziehen. Die Bewohner werden in anderen Pflegeheimen des Klinikums untergebracht. Die meisten von ihnen werden während der Bauzeit zusammen mit den Mitarbeitern in den weitgehend leerstehenden Bettenbau der ehemaligen Klinik Annaberg in der Lilienmattstraße umziehen. Dort ist Platz für 57 Bewohner. "Um den Annaberg dafür herzurichten, haben wir 250000 Euro ausgeben müssen - vor allem für Brandschutzmaßnahmen", berichtet Jung. Die Tagespflegegäste werden während der Bauzeit im Erich-Burger-Heim in Bühl unterkommen.

Der Brandschutz sei auch beim Umbau des Pflegeheims auf dem Schafberg eine "große Herausforderung" gewesen, sagt Jung. "Wir sind mit diesem denkmalgeschützten Bau eben ein Unikat." Trotzdem habe man in den zurückliegenden Monaten, in denen die Planung gemeinsam mit dem Besitzer der Immobilie, der Stiftung Schafberg, vorgenommen wurde, nie daran gedacht, das Gebäude aufzugeben. "Wir sind eben kein Pflegeheim von der Stange", bekräftigt Heimleiterin Marion Gärtner die Worte ihres Chefs. "Und das ist auch gut so." Die alte Bausubstanz komme bei den Bewohnern gut an.

Und so wird auch nach dem Umbau keines der Einzelzimmer aussehen wie das andere. Räume mit ganz unterschiedlichem Zuschnitt und ganz verschiedenen Größen werden entstehen, um den Platz auf den drei Etagen des alten, aus dem Jahr 1892 stammenden Gebäudes gut auszunutzen. Insgesamt werden fünf Wohngruppen mit jeweils 15 Bewohnern, einem Aufenthaltsraum und einer Küchenzeile eingerichtet. Eine Einheit wird speziell für Demenzkranke ausgestattet. Zudem werden alle Wohngruppen einen eigenen, großen Balkon haben, "damit auch die bettlägerigen Patienten an die frische Luft können", sagt Jung und betont, dass die Mitarbeiter und die Bewohner des Pflegeheims in die Planung eng mit eingebunden gewesen seien.

Es wird auch wieder ein Bereich als Tagespflege-Station ausgewiesen. Dieser wird künftig aber nicht im Altbau liegen, sondern im Erdgeschoss des Neubaus. Dort gibt es auch die von außen sichtbarste Veränderung: Der Haupteingang wird hinüber in den Neubau verlegt - genau zwischen der Tagespflege und einer Wohngruppe. Dann sei eine personelle Besetzung des Eingangs auch immer möglich, sagt Marion Gärtner. "Das wird ein tolles Haus. Wir haben so lange gekreist - jetzt sind wir endlich gelandet und es geht los", freut sie sich auf die anstehenden Veränderungen.

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