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Wohnungsmarkt bleibt angespannt
Im Jahr 2016 hat sich in der Kurstadt einiges in Sachen Wohnungsbau getan - wie am Aumattstadion. Foto: Archiv/Zorn
26.05.2018 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Im Wohnungsbau tut sich in Baden-Baden zwar im Verhältnis zur Einwohnerzahl eine Menge, aber eine Prognos-Studie bescheinigt dem Stadtkreis immer noch einen "angespannten" Wohnungsmarkt.

Doch damit ist die Kurstadt nicht allein, in 19 Landkreisen sieht es ähnlich aus. Die anderen baden-württembergischen Stadtkreise weisen sogar noch schlechtere Einstufungen für den Wohnungsmarkt auf.

Das Statistische Landesamt hat nun versucht, den Wohnungsneubau im Land mit Blick auf den Wohnraumbedarf zu bewerten. Dazu hat man insgesamt für die Jahre 2013 bis 2016 die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen in Relation zur jeweiligen Kreisbevölkerung gesetzt. Dabei zeigen sich doch erhebliche Unterschiede: An der Spitze steht der Landkreis Biberach mit 227 genehmigten Neubauwohnungen je 10000 Einwohner, Schlusslicht ist der Neckar-Odenwald-Kreis mit 79Wohnungen.

Die Kurstadt erreicht hier mit 164 Wohnungen einen deutlich überdurchschnittlichen Wert. Blickt man nur auf die baden-württembergischen Stadtkreise, dann liegt Baden-Baden beim Genehmigungsgeschehen sogar auf dem dritten Platz - weit vor Städten wie Pforzheim und Karlsruhe, denen ohnehin schon ein "sehr angespannter" Wohnungsmarkt bescheinigt wird.

Auch wenn man sich die Entwicklung der absoluten Zahl der Baugenehmigungen (also ohne Bezug zur Bevölkerung) im Wohnungsbau von 1979 bis 2016 in der Kurstadt anschaut, zeigt sich ein zuletzt ansteigender Trend. So wurde 2016 an der Oos insgesamt der Bau von 91 Wohngebäuden genehmigt - der höchste Wert seit zehn Jahren. Ein wichtiger Erklärungsgrund dafür ist sicher die Bereitstellung von Unterkünften (auch Wohnheime) für Asylbewerber.

Im Gegensatz zu früheren Zeiten entstehen auch mehr Wohnungen je Gebäude. So sind die 2016 genehmigten 91Gebäude in Baden-Baden mit der Schaffung von immerhin 414 Wohnungen verbunden. Zum Vergleich: Im Jahr 2001 war mit 94 genehmigten Gebäuden beim Wohnungsbau eine ähnlich hohe Zahl wie 2016 zu verzeichnen, doch damals entstanden in diesen Häusern lediglich 141 Wohnungen. Der Bau von mehr als 400 Wohnungen in der Kurstadt wurde seit 1979 nur in sehr wenigen Jahren genehmigt. Für 2017 liegen noch keine endgültigen Zahlen vor, doch beim Statistischen Landesamt geht man davon aus, dass das Genehmigungsvolumen im Wohnungsbaubereich im vergangenen Jahr grundsätzlich wieder zurückgegangen ist.

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