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Gullys bisher zu selten gereinigt
Wenn die Gullys nicht richtig gereinigt sind, kann bei Starkregen eine Überschwemmung entstehen. Foto: Archiv/Hoffmann
13.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Harald Holzmann

Baden-Baden - Die Stadtverwaltung will die Reinigung der Sinkkästen in den Gullys an den Straßenrändern intensivieren. Dafür sollen jährlich 30000 Euro ausgegeben werden. Mit Laub und Dreck verstopfte Gullys waren offenbar eine Ursache dafür, dass bei einem Starkregenwetter im Juni etliche Keller im Westen von Haueneberstein unter Wasser gesetzt wurden.

Probleme mit dem Ablauf von Regenwasser gibt es in der Eberbachgemeinde immer wieder. Das wurde in der Bürgerfragestunde der jüngsten Ortschaftsratssitzung deutlich. Dort beschwerten sich Anwohner der Waldstraße darüber, dass das Gitter vor dem Einlaufbauwerk des dortigen Bühlerweggrabens oft verstopft sei und von den Anwohnern selbst gereinigt und frei gehalten werden müsse, um bei starken Regenfällen ein Überlaufen des Gewässers und somit auch eine Überschwemmung der Waldstraße zu verhindern.

Außerdem beklagten sich Anwohner aus der Wiesenstraße, weil der gesamte Straßenzug von dem Starkregen im Juni betroffen gewesen sei. In vielen Kellerräumen sei bis zu 30 Zentimeter hoch schlammiges Wasser gestanden. Weil die Gullys an den Straßenrändern verstopft gewesen seien, habe das Wasser nicht ordentlich abfließen können, hieß es.

In der Tat kommt der städtische Bauhof beim Reinigen der Sinkkästen in den Gullys, in denen Schlamm und Dreck gefangen werden, nicht nach. "Unser Spül- und Saugwagen ist permanent unterwegs", sagte Bauhof-Chef Daniel Wöhrle auf BT-Nachfrage. Bedarfsweise werde der Dienst noch durch den Einsatz einer Fremdfirma verstärkt. Insgesamt gebe es aber mehr als 10000 solcher Sinkkästen in der Stadt. Vor allem in den Außenstadtteilen reiche es deshalb nicht für mehr als einen Reinigungsgang pro Jahr. In Haueneberstein beispielsweise sei die Fremdfirma eingesetzt worden - und zwar zuletzt im Oktober 2017, mithin neun Monate vor dem Starkregen. Die Beobachtung der Anwohner, dass die Sinkkästen während des Regenwetters verstopft waren, stimmt also.

"Wir haben erkannt, dass wir den Standard erhöhen müssen. Da muss jetzt mehr Power dahinter", sagte Wöhrle. Deshalb habe man einer Firma den Auftrag erteilt, zusätzlich zum städtischen Fahrzeug die regelmäßige Reinigung vorzunehmen. Ziel sei es, künftig alle Sinkkästen in der Stadt dreimal im Jahr zu reinigen - jeweils einmal im Frühling, im Sommer und im Herbst.

Wöhrle betont aber auch, dass die verstopften Sinkkästen nicht die einzige Ursache für die vollgelaufenen Keller im Juni in Haueneberstein waren. Wie es auch im Ortschaftsrat hieß, ist die Kanalisation in der vorwiegend in der Rheinebene gelegenen Eberbachgemeinde nicht mit Rohren ausgestattet, die, wie in anderen Gegenden der Kurstadt, einen Durchmesser von 50 bis 100 Zentimetern haben. Wegen des geringen Gefälles der Straßen könnten in einigen Bereichen nur Rohre mit 30 Zentimeter Durchmesser genutzt werden, sagte Ortsvorsteher Hans-Dieter Boos. Deshalb entstehen nach seinen Worten bei Starkregenwetter leichter Engpässe.

Wie Boos erklärte, wird der Eigenbetrieb Umwelttechnik die betroffenen Anwohner in Haueneberstein bei einer Bürgerversammlung darüber informieren, was diese vorbeugend unternehmen können. Bis dahin heißt es am Eberbach: Daumen drücken, dass nicht wieder ein Starkregen die Gemeinde heimsucht.

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