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Herrenpfädel erregt die Gemüter
26.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Nina Ernst

Baden-Baden - Wie kann der Verkehrsbelastung im Herrenpfädel entgegengewirkt werden? Vor allem diese Frage trieb die Bürger am Dienstag um, als Oberbürgermeisterin Margret Mergen sich mit ihnen im Rahmen von "OB vor Ort" auf einen Rundgang mit anschließendem Workshop durch Haueneberstein aufmachte.

Die Teilnehmer, über deren doch große Anzahl sich Mergen ob der Hitze freute, zeigten sich zwar gegenüber der OB, den Vertretern der Stadt und den Ortschaftsräten mit vielen Dingen zufrieden. Dabei nannten sie beispielsweise das Dorfleben, die "Vorzeigeschule" und die Nähe zur Autobahn. Jedoch brachten die Bürger auch einige Verbesserungsvorschläge vor. Ein Überblick:

Herrenpfädel: Nicht die Raserei, sondern die hohe Verkehrsbelastung an sich sei das eigentliche Problem im Herrenpfädel, fasste Mergen zusammen - und kaum hatte die Gruppe die besagte Stelle erreicht, fuhren Autos mit Berliner und Stuttgarter Kennzeichen vorbei. Sie habe richtig Angst, zu Fuß zur Apotheke zu gehen, merkte eine Anwohnerin an, da Autofahrer oft über die abgesenkten Bordsteine fahren würden. Dirk Nesselhauf vom städtischen Fachgebiet Tiefbau musste jedoch zur Ernüchterung der Anwesenden kundtun, dass Untersuchungen ergeben hätten, dass die derzeitige Verkehrsführung noch die beste sei und daher nichts geändert werde. Ortsvorsteher Hans-Dieter Boos fügte an, man werde im Ortschaftsrat im September entscheiden, ob zusätzliche Parkbuchten angebracht werden, um den Verkehr zu verlangsamen. Silke Gerth von der Straßenverkehrsbehörde versprach, weiterhin Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen. Frustriert nahmen die Bürger auch die Aussage Mergens auf, dass die Stadt vor allem auf den Lückenschluss der B3neu bei Sinzheim und Kuppenheim setze, der jedoch noch einige Jahre auf sich warten lasse. Eine gute Nachricht hatte Boos aber parat: Ab Montag wird die Straße wegen einer Baustelle für den Verkehr für rund drei Wochen gesperrt.

Zollernweg: Die Verantwortlichen von der Stadtverwaltung lobten das Verhalten der Anwohner. Diese seien starken Einschränkungen während der Erneuerung des Zollernwegs ausgesetzt. Mergen machte Hoffnung: "Rechtzeitig zu Weihnachten soll alles schön sein." Tempo 30 sei dort weiterhin vorgesehen.

Grundschule: Siegfried Schmich, Fachgebietsleiter Gebäudemanagement, erläuterte, dass bis Ende des Jahres die Kellerräume mit Toiletten und dem Mehrzweckraum saniert werden. Kosten: rund 195000Euro. Boos fügte an, dass die Ortsverwaltung im Zuge der Rathaussanierung ab Herbst ins Obergeschoss der Schule ziehe.

Ortsmitte: Bedauern äußerten die Teilnehmer über das "Ausbluten" der Ortsmitte. Beim Metzger Kahles gibt es nur noch einen Selbstbedienungsautomaten, die Bäckerei Kühn und ein Gemüsegeschäft haben dichtgemacht. Lediglich die Apotheke sei noch standhaft. Dieses Anliegen führte direkt zum nächsten Punkt.

Nahversorgung: "Was ist mit einem Ersatz für den Edeka?", fragte eine Bürgerin. Für die Zeit, in der der Markt in der Robert-Bosch-Straße abgerissen und neu gebaut wird, sei bisher keine Einkaufsmöglichkeit vorgesehen. "Wir geben die Bemühungen nicht auf", versicherte Boos. Auch Edeka selbst oder der Investor seien am Zug, sich zu kümmern. Eine Halle, die derzeit die Firma Claus betreibt, biete wohl keine Ausweichmöglichkeit, meinte Mergen auf Nachfrage.

Pflege: Angemahnt wurde die mangelnde Pflege von privaten und öffentlichen Grünflächen, des Friedhofs und des Wildwuchses entlang des Eberbachs. Ortsvorsteher Boos erklärte, dass man für mehr Pflegemaßnahmen die finanziellen Mittel erhöhen müsste. In der Tat sei man in diesem Jahr ein bisschen im Hintertreffen, da die erste Ausschreibung nicht erfolgreich war und die im Nachhinein beauftragte Firma zurzeit vor allem mit Gießen beschäftigt sei.

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