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Trinkwasser in "Topqualität"
29.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Nina Ernst

Baden-Baden - "Das Lebensmittel Nummer Eins ist Grundlage für unsere Existenz." Unmissverständlich hat Bürgermeister Alexander Uhlig gestern die Bedeutung von Trinkwasser für den Menschen hervorgehoben - und damit auch der neuen Filteranlage im Grundwasserwerk Sandweier. Seit einigen Wochen genießen die Baden-Badener nämlich weicheres und PFC-freies Wasser.

Man wolle alle technischen Möglichkeiten nutzen, um das Trinkwasser bestmöglich aufzubereiten, sagte Uhlig weiter. Umgesetzt wurde diese Vorgabe mit der neuen Niederdruckumkehrosmoseanlage mit Retentataufbereitung, die im August den Betrieb aufgenommen hatte und gestern feierlich eingeweiht wurde.

So sperrig der Name der Aufbereitungsanlage, so hoch die Kosten für den Neubau insgesamt: rund 6,5 Millionen Euro. In einem ersten Bauabschnitt war 2015 zunächst für 3,2 Millionen Euro die neue Filteranlage, die Eisen und Mangan aus dem Trinkwasser entfernt, eingebaut worden. Der jetzt beendete zweite Bauabschnitt schlägt mit 3,25 Millionen Euro zu Buche. Diese hohen Kosten seien nicht vermeidbar gewesen, erklärte Stadtwerke-Chef Helmut Oehler. Man sei aber im Kostenrahmen und auch im Zeitplan geblieben - und vor allem habe das Trinkwasser nun eine "Topqualität".

Detailliert bedeutet das laut Peter Riedinger, zuständiger Abteilungsleiter bei den Stadtwerken, dass zum einen der Härtegrad des Wassers von etwa 16 auf 6 bis 10 herabgesenkt wird, wobei 10 die Ausnahme sein werde. Riedinger: "Der Kunde bewertet das Wasser letztlich über die Härte." Zum anderen sei nun nahezu kein PFC mehr im Trinkwasser, das aus den städtischen Leitungen kommt, nachweisbar. Laut Riedinger ist der endgültige Härtegrad jetzt noch nicht erreicht, die Senkung geschehe Stück für Stück, da es sonst durch verschiedene chemische Prozesse zu einer Trübung des Wassers kommen könne. Oehler fasste zusammen: "Der Verbraucher merkt gleich am Wasserhahn, dass weicheres Wasser herauskommt und die Kaffeemaschine nicht so schnell verkalkt."

Bis das Wasser aber aus dem Wasserhahn fließt, durchläuft es die neue Niederdruckumkehrosmoseanlage, die in der alten Filterhalle des Grundwasserwerks installiert wurde. Riedinger erläuterte, dass im ersten Schritt dem Grundwasser Salz, PFC und Kohlensäure entzogen würden und der Härtegrad gesenkt werde. Dadurch gewinne man 80 Prozent reines Trinkwasser. Die verbliebenen 20 Prozent bilden das Abwasser, das sogenannte Retentat. Dieses wird in den drei Aktivkohlefiltern weiter von PFC und Kalk befreit und dann über 1,8 Kilometer lange Rohre "in Trinkwasserqualität" in den Sandbach geleitet, so Helmut Oehler. Die Retentatleitungen seien umweltverträglich und -schonend verlegt worden. Bürgermeister Uhlig ging gestern in seiner Ansprache auch noch einmal auf Bedenken von Bürgern bezüglich der wasserrechtlichen Einleitung des Wassers in den Sandbach ein und lobte dabei die Vorgehensweise der Stadtwerke. "Das war Arbeit direkt am Kunden", da Oehler und Riedinger in persönlichen Gesprächen die Zweifel ausräumen konnten.

Die Filterung mit Aktivkohle erkläre neben den hohen Stromkosten die hohen Betriebskosten der Anlage, so Oehler. Der Kalk setze der Aktivkohle stark zu, so dass diese oft erneuert werden müsse. In seinen Schlussworten dankte Bürgermeister Uhlig ausdrücklich allen Projektbeteiligten, die am Bau der Anlage, die in der Kombination einer Niederdruckumkehrosmose mit einer Retentataufbereitung mittels Aktivkohlefilter in Deutschland einmalig sei.

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