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"Hier möchte man noch mal Kind sein"
15.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Conny Hecker-Stock

Baden-Baden - Unter reger Beteiligung ist am Samstag der neue Kindergarten von St.Bernhard seiner Bestimmung übergeben worden. Den zweigeschossigen Neubau hat man gut an das Gemeindezentrum angegliedert und in das Wohngebiet integriert.

Die Europahymne "Freude schöner Götterfunken", dargebracht von einem Bläserquartett des Musikvereins Harmonie Baden-Oos, bot den musikalischen Rahmen für die langersehnte Schlüsselübergabe. "Hier möchte man noch mal Kind sein", sagte Oberbürgermeisterin Margret Mergen erfreut über den gelungenen Bau im Herzen der Weststadt.

Der frühere, 60 Jahre alte Kindergarten - samt Gemeindezentrum im Eigentum der katholischen Kirchengemeinde - war so marode, dass eine Sanierung unwirtschaftlich gewesen wäre. Bei der jetzigen Baumaßnahme erfolgte eine bauliche Trennung des von der Stadt errichteten Kindergartens und des in Verantwortung der katholischen Kirchengemeinde stehenden Gemeindezentrums. Die Trägerschaft des Kindergartens verbleibt jedoch bei der Kirchengemeinde.

Da sich die Betreuungseinrichtung für die kleinsten Bürger der Stadt mangels Platz nicht in die Weite ausdehnen konnte, wurde kurzerhand über zwei Stockwerke in die Höhe gebaut mit einem Zugang für die Kinder zu den Außenanlagen. In den Neubau in Holzbauweise samt Flachdach mit extensiver Begrünung, Wärmeerzeugung durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und barrierefreier Erschließung wurden 2,6 Millionen Euro investiert.

Mergen freute sich über die ideale Lage "mitten im Leben" dank des angrenzenden Wohngebietes und des Wochenmarktes. Die Weststadt als "toller Stadtteil" habe diesen Kindergarten verdient, so die Oberbürgermeisterin, an dessen Fertigstellung laut Alexander Wieland von der Stadtbaugesellschaft GSE Vertreter von 35 unterschiedlichen Gewerken aus der Stadt mitgewirkt hätten.

Vier Jahre hatte es gedauert von der ersten Planung bis zur Fertigstellung. Die ursprüngliche Idee, den Kindergarten auf der Grünfläche gegenüber vom Gemeindehaus zu realisieren, war bald wieder verworfen worden. Der jetzige Neubau, bei dem großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wurde, orientiere sich in Richtung des Innenhofes und biete einen willkommenen Farbtupfer in der Umgebung, meinte Wieland. Er verhehlte nicht, dass der Bau "viele Leute Kraft, Nerven und Geld gekostet hat" - nicht zuletzt dank des zusätzlichen Aufwands für Lüftungsanlage, Brunnengründung und witterungsbedingter Bautrocknung. Heute stelle er jedoch ein Schmuckstück und eine Bereicherung für die Stadt dar, konstatierte Wieland.

Gemeinsam mit allen Beteiligten sowie mit der OB übergab Wieland den symbolischen Schlüssel an Kindergartenleiterin Cornelia Wehpke-Hönig. Diese zeigte sich genauso wie ihr Team aus 15 Erzieherinnen überglücklich, für die derzeit in vier Gruppen und einer Krippengruppe betreuten 104 Kinder ein neues Domizil zu haben. Sie dankte allen Beteiligten für dieses "Meisterwerk eines tollen Kindergartens mit einem Super-Außengelände".

Pfarrer Michael Teipel betonte die Notwendigkeit eines solchen Horts für die Gemeinde, auch wenn nur die Hälfte der Kinder christlichen Glaubens sei. Das biblische Menschenbild gründe darauf, einander achten zu lernen, was hier das gemeinsame Spiel als ideale Basis ermögliche.

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