Die einen arbeiten, die anderen feiern
27.12.2018 - 00:00 Uhr
Von Conny Hecker-Stock

Baden-Baden - Wie so vieles im Leben hatten auch die Weihnachtsfeiertage in der Kurstadt zwei Seiten. Während Hunderte die Innenstadt bevölkerten, um mit Freunden, Nachbarn oder Bekannten in den Heiligabend hinein zu feiern, sorgten andere für Ordnung und für die Sicherheit der Bevölkerung.





Es ist alljährlich eine gute Sitte der Stadtoberen, bei denjenigen mit einem Präsentkorb vorbeizuschauen, die für das Wohl der anderen die Weihnachtsfeier daheim opfern. "Man glaubt gar nicht, wie viele Menschen auf ihrem Posten sind, damit andere Weihnachten mit ihren Familien genießen können" sagte Bürgermeister Alexander Uhlig bei seinem Besuch in der Parkgarage des Festspielhauses. Es gebe viele Nischenarbeitsplätze wie den der Parkgaragengesellschaft, wo die Monitore der großen Garagen zusammenlaufen und sofort Hilfe geleistet werden kann.

Bei seiner Übergabe des Präsentkorbes klingelte gerade eine Frau und teilte mit, dass, ihre Dauerparkkarte steckengeblieben sei. Umsichtig konnte ihr Günther Frietsch helfen, der gerade mit Serge Fauquemberg Dienst schob, während Karl Köck und Thomas Strecker die Abend- und Nachtschicht übernahmen. Die Dienststelle sei rund um die Uhr besetzt, erläuterte der Chef der Stadtwerke, Helmut Oehler, ebenso wie die Netzwerkstelle für die Überwachung von Strom, Gas, Wasser und den Michaelstunnel. Auch die Verkehrsbetriebe in Lichtental mussten laut Stefan Güldner, Leiter der Verkehrsbetriebe, Nachtschicht schieben, insgesamt mit Überwachungsstellen und Fahrern sind so rund 50 Personen im Dienst gewesen. Derweil schaute Bürgermeister Roland Kaiser bei der Feuerwache in der Schwarzwaldstraße mit seinem Korb vorbei, wo die diensthabenden Mannen wie in jedem Jahr wieder ein leckeres Menü für Heiligabend vorbereitet hatten.

Der Weg in die Innenstadt führte Besucher in Feierlaune über Sylvias Kartoffelstube in der Weststadt, in der die heimische Band Easy Road mit ihrem Traditionsevent bereits seit neun Jahren das Warten aufs Christkind verkürzt. Alljährlich kommen neue Fans dazu, die sich von den Rock- und Pophits aus sieben Jahrzehnten angesprochen fühlen. Diesmal präsentierte die Band ihren neuen Bassisten Bim Mitschele, der sich prima ins Team einfügt. Bis in den Nachmittag hinein wurde hier zugehört und geplaudert und ganz einfach Kontaktpflege betrieben.

Wie auch in der gesamten Innenstadt, wo teilweise kaum noch ein Durchkommen war. Drangvoll eng war es hinter den für die Gewährleistung des Verkehrs notwendigen Absperrgittern entlang der Lokale, wo sich die Jugend ebenso wie etwas ältere Semester ein fröhliches Stelldichein gaben. In Richtung Fieserbrücke wurde ebenso in einer dichten Menschentraube gefeiert. Ist der Heiligabend doch für viele die Möglichkeit, alte Bekannte und Freunde zu treffen, die beruflich in alle Winde verstreut sind, die es aber an Weihnachten nach Hause zieht. In Richtung Gernsbacher Straße hatte sich eine Band aufgebaut, am Blumebrunnen wurde der Blasmusik gehuldigt, und der Sänger Sebastian Dracu gab mit seiner Band ein Platzkonzert im Durchgang neben der Polizeidienststelle.

Obdachlose bekommen Geschenke

Von Besinnlichkeit und wärmender Nächstenliebe ist dagegen traditionell die Weihnachtsfeier der Wohnungslosenhilfe im Ooser Gemeindehaus St. Dionys geprägt, die Bürgermeister Roland Kaiser am Nachmittag besuchte. An liebevoll gedeckten Kaffeetafeln erhalten die Besucher, von denen meist deutlich mehr kommen, als sich angemeldet haben, hier herzliche Zuwendung in Form von Aufmerksamkeit und einem offenen Ohr. Erst zaghaft, dann immer offener wurden Weihnachtslieder gesungen, der katholische Pfarrer Michael Zimmer fand die richtigen Worte der Weihnachtsbotschaft. Auch über hübsch verpackte Geschenke konnten sich die Besucher freuen.

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