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Baden-Badener 3D-Modell in Arbeit
Baden-Badener 3D-Modell in Arbeit
04.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Immer weiter ausgebaut wird das städtische Geoinformationssystem. Viele Daten sind im Internet auf der städtischen Homepage abrufbar, was für die Bürger mit wenigen Klicks so manchen Anruf oder gar Besuch im Rathaus ersetzen kann.



"Rund 80 Prozent aller kommunalen Entscheidungen haben einen Bezug zum Raum und damit zu Geodaten", sagt Stefan Hetzel, der in der Stadtverwaltung als Abteilungsleiter für den Bereich der Geoinformation zuständig ist. Zu den zentralen Aufgaben gehört hier die ständige Aktualisierung und der Ausbau des öffentlichen Geoportals, das eine Fülle von geografischen Informationen aus dem Stadtkreis bietet.

Besonders gefragt, darauf wies Hetzel gestern in einem Pressegespräch hin, ist zum Beispiel die Bodenrichtwertkarte, auf der sich parzellenscharf erkennen lässt, ob ein Grundstück mit 200 oder vielleicht gar 2 000 Euro je Quadratmeter eingestuft ist.

Das zweite Hauptinteresse der Bürger betrifft die Bebauungspläne, die im Geoportal mit allen textlichen Erläuterungen zu den jeweiligen bebauungsrechtlichen Festsetzungen abgerufen werden können. Gerade in diesem Bereich könne man sehen, welch große Zeitersparnis das Geoportal für die Bürger, aber auch für die Mitarbeiter der Verwaltung zur Folge haben kann, meint Hetzel. So habe man früher den Interessenten einen Bebauungsplan erst einmal im Büro vorstellen müssen. Nun könnten Besprechungen mit Bürgern gleich dazu dienen, die entscheidenden Details in den Mittelpunkt zu stellen.

Doch das Geoportal auf der städtischen Homepage bietet noch einiges mehr - wie zum Beispiel interessante Luftbilder aus den gesamten Stadtkreis in hoher Auflösung, die auch Details wie Hinterhöfe und Gartengestaltungen erkennen lassen. Weitere Stadtpläne zeigen Wahlbezirke und -lokale, Geltungsbereiche der Gesamtanlagensatzung, Kehrbezirke der Schornsteinfeger, den Flächennutzungsplan, Schulwege und auch Naturschutzgebiete.

Täglich verzeichnet das städtische Geoportal durchschnittlich rund 50 Besucher - über diese Nachfrage freut man sich beim Fachgebiet Vermessung und Geoinformation sehr.

Für den internen Verwaltungsgebrauch ist der Umfang der von der Geoinformation bereitgestellten Daten noch viel umfassender. Da lassen sich zum Beispiel Baulastenkarten oder auch Pläne der Flächen in öffentlichem Besitz abrufen. Andere Darstellungen zeigen unter anderem Gebäude, bei denen regelmäßig eine Brandverhütungsschau erforderlich ist. Auch der Hochwasserschutz spielt hier in Form von Plänen der Überflutungsflächen eine große Rolle.

Doch ausruhen können sich die Mitarbeiter der Geoinformation nicht auf dem bisher Erreichten: Ständig gibt es weitere Begehren und auch größere Projekte. So will man bald ein Straßenzustandskataster präsentieren, nachdem im vergangenen Jahr dafür umfangreiche Daten gesammelt wurden. Das Forstamt hätte gerne Pläne, die die Holzlagerplätze und Hochsitze aufzeigen.

Ein auf mehrere Jahre hin angelegtes Vorhaben ist die Schaffung eines dreidimensionalen Stadtmodells, das dann auch virtuelle Rundreisen durch ganz Baden-Baden ermöglicht. In einem ersten Schritt wird mit einer deswegen auch angeschafften neuen Software ein 3D-Modell für den Bereich der Weltkulturerbe-Bewerbung angefertigt. Hier ist man schon tüchtig vorangekommen. Wann solche Darstellungen auch im öffentlichen Geoportal abgerufen werden können, ist allerdings zurzeit noch nicht bekannt.

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