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Der Tourismus-Boom geht weiter
02.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Harald Holzmann

Baden-Baden - Die Kurstadt bleibt ein beliebtes Ziel. 2018 gab es genau 1 117 929 Übernachtungen in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in Baden-Baden. Das sind gut 60 000 mehr als 2017: ein Plus von sechs Prozent.

Deutsche Gäste: 696 814 Übernachtungen entfallen auf Besucher aus dem Inland. Das sind knapp 42 000 (6,4 Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit ist Deutschland weiter mit Abstand der wichtigste Markt für Baden-Baden. Der Ruf der Stadt im Inland habe sich in den letzten Jahren "stark verbessert", sagte Tourismus-Chefin Nora Waggershauser gestern bei der Vorstellung der Zahlen.

Ausländische Gäste: Hier fiel das Plus mit 5,4 Prozent geringer aus. Russland stellt die meisten Übernachtungen und hat mit dem Plus von 20,6 Prozent im Vergleich zu 2017 die arabischen Golfstaaten überflügelt. Kräftige Zuwächse gab es auch bei Übernachtungen aus Israel (37,6 Prozent), Spanien (21,1), den USA (16,9) und Großbritannien (10,9). Ein Minus steht in der Bilanz bei den arabischen Golfstaaten (- 5,1) und den Niederlanden (- 1,5). Die meisten Ankünfte stellen traditionell Frankreich (21 675) und die Schweiz (18 533). Die Gäste bleiben aber im Schnitt kürzer als Gäste aus anderen Staaten. Große Zuwächse seien oft die Folge von neu angebotenen Direktflügen zwischen dem Baden-Airpark und dem jeweiligen Land, so Waggershauser. 2018 sei das bei Spanien, Israel und Russland der Fall gewesen. Das Plus bei den USA sei unter anderem Folge des trockenen Sommers. Weil der Rhein nicht schiffbar war, wurden Gäste von Kreuzfahrtschiffen auf Hotels in der Kurstadt umgebucht.

Unterschiedliche Monate: Der September war 2018 mit 123 373 Übernachtungen der wichtigste Tourismus-Monat. Es folgen Dezember (112 673), Juni (109 648), Juli (107 319) und August (106 432). Am wenigsten los war im Februar (61 369) und Januar (62 012).

Baden-Baden im Vergleich: Der Zuwachs der Kurstadt ist überdurchschnittlich. In Baden-Württemberg ist bei den Übernachtungen 2018 bis November ein Plus von 3,6 Prozent verzeichnet worden, im Schwarzwald von 2,4 Prozent. Die Gesamtzahlen für zwölf Monate liegen noch nicht vor.

Das Rebland: In der Weinregion wurden 97 357 Übernachtungen gezählt - etwa 4,2 Prozent mehr als 2017. Gut ein Drittel entfiel auf die Sportschule Steinbach.

Touristenmassen: "Wir sind nicht erpicht, die größten Steigerungen in Deutschland zu haben", betonte Waggershauser. "Wir sind eine kleine Stadt. Die Infrastruktur für viel mehr Gäste ist gar nicht da. Wir wollen nicht im Verkehr ersticken." Zudem hätten Übernachtungsgäste ebenso wenig wie Bürger Interesse an "Touristenmassen" in der Stadt.

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