https://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Sprengungen "viel angenehmer" als gedacht
15.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Sarah Reith

Baden-Baden - Knapp sieben Monate liegt die erste Sprengung au f dem SWR-Areal zurück. Inzwischen ist der Hügel, an dessen Stelle das neue Medienzentrum entstehen soll, einer tiefen Baugrube gewichen: 42 000 Kubikmeter Fels wurden weggesprengt - und das ohne Unfälle oder größere Probleme.

Gestern fand die 71. Sprengung statt. Es war die letzte große Flächensprengung, wie die Verantwortlichen berichteten. Bis Ende nächster Woche sollen noch drei bis fünf Kleinere folgen, dann ist Schluss. In der Folgezeit wird das übrige Erd- und Gesteinsmaterial verladen und weggefahren sowie die sogenannte Baugrubensohle erstellt, auf der das Fundament des neuen Gebäudes entstehen wird. Zudem werden die entlang der Nordseite der Baustelle entstandene Felswand noch weiter abgesichert und die dort aufgebrachte Spritzbetonschicht vervollständigt.

Diese Wand wird am Ende 21 Meter hoch sein, erläuterte Projektleiter Marcus Menzel vom SWR. Sie sei vielfach nach hinten verankert (dafür wurde neun bis 25 Meter weit in den Fels gebohrt). Denn: Die Wand muss von selbst stehen und auf Dauer das Gewicht des Bergs und des darauf befindlichen Bestandsgebäudes tragen. Das neue Medienzentrum wird mit einem kleinen Abstand daneben und ohne Verbindung zur Felswand errichtet.

In der zweiten Aprilwoche rücken dann die Kräne an, und die Arbeiten am Rohbau können beginnen. Das ist etwas später als geplant: Zuletzt war noch davon die Rede gewesen, dass man damit bereits im März anfangen könnte. "Der Fels war nach unten hin massiver als ursprünglich gedacht", erläuterte Menzel. Die Zeitverzögerung habe aber keine finanziellen Auswirkungen: Nach wie vor soll das Großprojekt 50 Millionen Euro kosten und bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Bis Ende Januar 2021 werde nach derzeitigem Stand der Rohbau stehen, so Menzel.

Er zeigte sich gestern erfreut darüber, dass der erste Meilenstein auf der Großbaustelle nun geschafft sei. Die Sprengungen seien "erstaunlich viel angenehmer und ruhiger" abgelaufen, als man das erwartet habe. Auch von den Nachbarn, die am Anfang natürlich um ihre Häuser bangten (wir berichteten), habe es keinerlei Beschwerden gegeben. Eher hätten sich die Anwohner sogar lobend geäußert, ergänzte Wolfgang Wienk-Borgert, Leiter des SWR-Gebäudemanagements Baden-Baden. Auch für die SWR-Mitarbeiter ist nun ein erster großer Schritt geschafft - was am 26. März mit einem "Baugrubenfest" begangen werden soll.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Drusenheim
Mit dem Quadrat gegen den Wildwuchs

13.03.2019
Entdeckung für Kunstpilger
Drusenheim (red) - Mit seinem Kulturzentrum entpuppt sich der kleine Ort Drusenheim auf der anderen Rheinseite, vis `s vis von Bühl, als lohnendes Ziel für Kunstpilger: Bis 6. April ist im Pole Culturel die Ausstellung des Straßburger Malers Claude Gagean zu sehen (Foto: Braxmaier). »-Mehr
Karlsruhe
Zu wenig Wasser im Rhein

02.03.2019
Zu wenig Wasser im Rhein
Karlsruhe (lsw) - Der Rhein hat das extreme Niedrigwasser des vergangenen Jahres noch nicht wieder ausgeglichen, obwohl es im Winter reichlich Niederschläge im Südwesten gab. Der Flussschifffahrt stehe daher möglicherweise ein weiteres schwieriges Jahr bevor (Foto: dpa). »-Mehr
Bühl
Flitterwochen in der Antarktis

02.03.2019
Dujmovits zurück von der Antarktis
Bühl (jo) - Fünf Wochen verbrachte das Profibergsteigerpaar Ralf Dujmovits und Nancy Hansen in der Antarktis. "Wir haben ein paar fantastische Skitouren gemacht, aber bergsteigerisch ging nicht viel", berichtet Dujmovits. Schuld war ein Schaden an einem Segelmotorschiff (Foto: duj). »-Mehr
Bühl
2 699 Meter unter Bühl

27.02.2019
Neue Erkundung in Geothermie
Bühl (jo) - Vor 40 Jahren wurde in Bühl ein Loch in die Erde gebohrt, um Thermalwasser für ein Geothermie-Kraftwerk zu erschließen (Foto: Stadt/av). Das Projekt scheiterte, das Bohrloch ist geblieben. Mitte März stellt eine Spezialfirma aus Celle neue geophysikalische Erkundungen an. »-Mehr
Rastatt
Opfer mit Messer schwer verletzt

27.02.2019
Opfer mit Messer schwer verletzt
Rastatt (mo) - Die Tat hatte vor einem halben Jahr in Rastatt für Aufsehen gesorgt. Mit dem Messer fügte ein 30-Jähriger einem ihm unbekannten Mann eine schwere Verletzung am Hals zu - und entschuldigte sich. Er habe ihn verwechselt. Jetzt stand der Beschuldigte vor Gericht (Foto: sawe). »-Mehr
Umfrage

Von wegen Miesepeter: Rund 66 Prozent der Deutschen sagen in einer aktuellen Umfrage, dass sie derzeit glücklich sind, 27 Prozent bezeichnen sich als unglücklich. Wie ist Ihr Gemütszustand?

Glücklich.
Unglücklich.
Kommt auf den Lebensbereich an.


Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   
Sprengungen "viel angenehmer" als gedacht1