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Mit feinen Nasen der Siegerin auf der Spur
Mit feinen Nasen der Siegerin auf der Spur
12.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Conny Hecker-Stock

Baden-Baden - Zum 67. Internationalen Rosenneuheiten-Wettbewerb auf dem Beutig reisen nächste Woche 120 Rosenexperten aus 17 Ländern an. Mit Calice Becker ist gar erstmals der weltweite Top-Star der Parfümeure dabei, die sich durch besonders feine Nasen auszeichnen.

Bürgermeister Alexander Uhlig geriet beim Pressetermin im Rosengarten nicht nur angesichts der blühenden Schönheiten ins Schwärmen. Die Kurstadt werde weltweit als namhafter Veranstalter eines solchen Wettbewerbes in einem Atemzug mit Paris, Barcelona, Glasgow oder Den Haag genannt. Das Fachgebiet Park und Garten, speziell das Betreuerteam der Rosengärten um Vorarbeiter Volker Soethoff, habe hier viel mehr als nur seine Arbeit getan, lobte Uhlig. 144 Neuzüchtungen von 35 Rosenzüchtern aus 13 Ländern seien seit ihrer Pflanzung im Winter 2016/17 "mit großem Wissen, viel Liebe und Begeisterungsfähigkeit" bei identischen Startchancen gehegt und gepflegt worden, so der Bürgermeister.

Fachgebietsleiter Markus Brunsing bezeichnete die letzten zwei Wochen vor dem Rundgang des internationalen Preisgerichts als alljährlich "extremst spannend", da alle Rosen möglichst auf den Punkt erblühen sollten. Wobei sich die Wetterlage im Vergleich zum Vorjahr genau gedreht habe. Damals hatte man wegen der großen Hitze und plötzlichem Starkregen kurz vor der Bewertung um jede einzelne Rose gebangt. Diesmal sei der Mai hingegen sehr kühl gewesen, teils bis kurz vor nächtlichem Frost. Doch das für die nächsten Tage angesagte, moderate Sommerwetter mit Temperaturen von 25 bis 30 Grad sei ideal, um die Blüten zum Explodieren zu bringen. Einige der Neuzüchtungen haben diese natürliche Aufmunterung auch noch ziemlich nötig, da bisher teils nur Blütenansätze erkennbar sind.

Bereits jetzt liegen die regelmäßigen Bewertungen durch das Fachgebiet Park und Garten vor, auch hat eine Expertenkommission aus zwölf internationalen Rosenspezialisten eine Vorabbewertung vorgenommen. Doch das Hauptaugenmerk liege auf dem Preisgericht aus Rosenexperten, Züchtern und Liebhabern am kommenden Dienstag, während deren Rundgang der Park bis 15 Uhr geschlossen bleibt.

Nach im Vorjahr drei Parfümeuren sind diesmal fünf Experten vor Ort, um mit ihren feinen Nasen jede Nuance eines Dufts zu erspüren, der von Banane über Litschi oder Pampelmuse bis zu "Modelleisenbahn" reichen kann, die einmal einer erschnuppert hat. Der Duft nach Maiglöckchen und schwarzem Pfeffer zeichnete die letztjährige Siegerin aus. Mit 144 Neuzüchtungen ist das drittgrößte Feld erreicht, das jemals in der 67-jährigen Geschichte des Wettbewerbs bestückt wurde. Das Teilnehmerinteresse sei rund um den Globus enorm, da die Auszeichnung der "Goldenen Rose von Baden-Baden" als weltweit wichtigste Reputation gelte und dem Züchterhaus viele Türen öffne, so Brunsing selbstbewusst. Neben Gesamteindruck, Blüte, Krankheitsresistenz und Duft wird auch immer größerer Wert auf die Qualitäten der Rosen als Bienenweide gelegt.

Zwei Konzerte zur Rosenblüte mit der Baden-Badener Philharmonie in der Reihe "Klingende Gärten" am Freitag und Samstag, 21. und 22. Juni, runden die Rosentage ab. Einen Tag nach der Wahl werden interessierten Besuchern die prämierten Rosen bei einer Führung vorgestellt.

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