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Daten für Hollywood aus Baden-Baden
01.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Nina Ernst

Baden-Baden - Von Hollywood nach Baden-Baden und zurück: Täglich laufen beim kurstädtischen Marktforschungsunternehmen GfK Entertainment unzählige digitale Film- und Seriendaten der Kanäle "Video on Demand" (iVoD) und "Electronic-Sell-Through" (EST) aus 21 Ländern ein. Und ab 2020 werden es noch mehr sein. Denn erstmals deckt GfK dann auch den nordamerikanischen Raum ab und bereitet Daten aus den USA und Kanada auf.

Was versteckt sich hinter den Abkürzungen iVoD und EST? Laut Tanja Eisen, langjähriges Mitglied der GfK-Geschäftsführung, ist iVoD das Leihen eines Films oder einer Serie im Internet gegen Gebühr, EST wiederum bezeichne den digitalen Kauf derselben. Beides seien Wachstumsmärkte. Zu verdanken hat GfK diesen Großauftrag dem Gewinn einer Ausschreibung Anfang 2019. Und zwar der Ausschreibung des Verbands der Hollywoodstudios (Digital Entertainment Group, DEG), wozu insgesamt 14 Film- und Fernsehfirmen gehören, darunter namhafte wie Warner Bros, Sony Pictures und Disney. Künftig laufen also die Daten dieser Studios über die Server des hiesigen Unternehmens, das seinen Sitz in der Lange Straße hat.

Tanja Eisen fasst zusammen: In Zukunft wisse GfK dann beispielsweise von der Serie "Two and a half man", welche Episode wie oft geliehen oder gekauft und was dafür bezahlt wurde. Im Wochenrhythmus würden diese Einheiten von den Studios automatisch generiert und auf den GfK-Server gespielt. Die Aufgabe des "ganz kleinen Teams" von fünf GfKlern, die speziell für die USA und Kanada zuständig sind, sei es dann, den "Gesamtmarkt" darzustellen - nachdem die Daten überprüft und gegebenenfalls verbessert worden sind. Bedeutet: Alle Daten aller Studios werden in einer Datei zusammengefasst und wiederum jeden Dienstag allen Studios zur Verfügung gestellt, erklärt Eisen.

Und was machen diese damit? Für die Film- und Fernsehfirmen sei die Datei von GfK Entertainment die "Basis", da die "ganze Wertschöpfungskette" sichtbar sei, führt Eisen aus. Dadurch habe man unter anderem den Wettbewerb im Blick, erkenne Trends, sehe, welcher Film wo gut lief, und könne darauf aufbauend Marketingstrategien planen. Momentan befinde man sich in der Vorbereitungsphase für den neuen Markt, damit im Januar alles gleich gut laufe. "Der Plan ist, die neue Aufgabe mit dem bestehenden Personal zu schaffen", sagt Eisen, da viel über den Automatismus laufe. Bei GfK in der Kurstadt - der GfK-Hauptsitz ist in Nürnberg - sind laut Eisen zurzeit über 70 Mitarbeiter beschäftigt.

Pressesprecher Hans Schmucker und Marketingmanagerin Nadine Arend wissen, dass der Trend im Unterhaltungsbereich (Games, Video, Buch, Musik), den GfK abdeckt, zum digitalen Markt geht. Ein Unterschied bleibe aber zwischen den Länder erkennbar. Und so sei GfK Entertainment in immer neuem Fahrwasser unterwegs. So berichtet Schmucker weiter, dass es eine neue Kooperation mit Amazon, genauer mit Sprachassistentin Alexa, gebe. Seit März seien dort die offiziellen deutschen Musikcharts, die GfK im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie erstellt, abrufbar.

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