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Unterwegs als Gäste des Waldes
14.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Conny Hecker-Stock

Baden-Baden - Mit 197 erwachsenen Teilnehmern blieb auch der fünfte Merkurlauf genau in dem Rahmen, den sich das Team um Initiator Peter Kaiser gesteckt hatte. Über dem sportlichen Ereignis steht von Beginn an die Prämisse, als Gäste des Waldes unterwegs zu sein.





Der Samstag sei der "Tag des Sports" gewesen, informierte Peter Kaiser die vielen Läufer vor dem Start: Mit dem ersten Marathonlauf unter zwei Stunden hat der Kenianer Eliud Kipchoge eine Schallmauer durchbrochen, der Ironman Hawaii startete - und beim Merkurlauf gingen ambitionierte Läufer bis weit über die Region hinaus an den Start. Einzig die sonst immer in lustigen Verkleidungen angetretenen beiden Maskottchen Ralf Brombacher und Mario Binz waren diesmal Opfer der Influenza geworden, die Kostüme mit Bezug zu den alten Römern waren schon gerichtet gewesen.

Dafür ließ es sich der in der Kurstadt lebende Arne Haase, mit 87 Jahren ältester Marathonläufer Deutschlands, nicht nehmen, wieder mit dabei zu sein: "Ich probiere immer alles." Im Vorjahr ist er im Oktober noch den Frankfurt-Marathon gelaufen. Diesmal war er sich nicht sicher, ob er es bis auf den Gipfel schafft. Der Merkurwald ist zwar von Haus aus seine Trainingsstrecke, aber sein lädierter Fuß machte ihm Probleme. Doch der enorm willensstarke Senior hält es nach eigenen Worten mit dem Philosophen Seneca: "Fange niemals an aufzuhören." Und er schaffte es tatsächlich! In der Zeit von 91 Minuten, was allen anderen Läufern redlichen Respekt abnötigte.

Bürgermeister Alexander Uhlig war als ambitionierter Läufer ebenfalls wieder mit von der Partie. Er schätzt es sehr, dass aus dem Merkurlauf - wie von der Stadt und auch den Organisatoren selbst gewünscht - mit dem bereits fünften Lauf schon eine Traditionsveranstaltung geworden ist. Ganz bewusst werde hier kein Laufevent angeboten, mit viel Brimborium bei Start und Ziel, sondern alles in entspannter Ruhe abgewickelt, ist er sich mit Kaiser einig. Dass die Kooperation mit der Stadt und dem Forst von Anfang an so gut funktionierte, liegt laut Kaiser auch daran, dass für den Lauf keine Straßen gesperrt werden müssen und das Helferteam direkt hinter dem letzten Teilnehmer "sowas von den Wald putzt", dass alles sauber hinterlassen wird.

Privater Fanclub

reist mit an

Schon lange vor dem Start trafen die ersten Sportsfreunde ein, rannten kleine Aufwärmrunden oder dehnten sich erst einmal ausgiebig wie Ajdin Limaj. Der Baden-Badener läuft seit 15 Jahren, auch Marathon, und nahm bereits vier Mal am Merkurlauf teil. Ihn begeistert sowohl das Konzept der Ruhe im Wald als auch die schöne Streckenführung von 9,5 Kilometern und 420 Höhenmetern: anfänglich ganz moderat bis zur Nachtigall und von dort aus in knackiger Steigung hoch zum Merkurgipfel. Er spricht den Organisatoren ein großes Lob aus für den reibungslosen, gut eingespielten Ablauf der Veranstaltung.

Die Sportstiftung Kurt Henn übernahm für die Sportler den Gepäcktransport auf den Gipfel, Spezialisten der Laufwelt Rastatt sorgten vor Ort wieder für professionelle Technik und Logistik. Teils wurden die Sportler angefeuert von ihren ganz privaten Fanclubs wie zum Beispiel Jelenko Pavlovic. Dessen Familie unterstütze ihn mit einer großen kroatischen Flagge. Viele andere fuhren mit der Bahn auf den Gipfel wie Annette Tuczek, die zusammen mit Töchterchen Hannah ihrem Mann Stefan beim Einlauf zujubelte.

Siegreicher Läufer wurde Sebastian Piszarek von der Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Region Karlsruhe mit 36:40 Minuten, die schnellste Frau war Sandra Kist-Boschetti vom TV Bühlertal in der Zeit von 44:34 Minuten.

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