Mehr Platz für Studenten als Ziel

Mehr Platz für Studenten als Ziel

Von Sarah Reith

Baden-Baden - Mehr Wohnraum für Studenten: Dieses Ziel verfolgt die Stadtverwaltung mit der teilweisen Aufhebung eines B ebauungsplans in der Cité. Dadurch soll ermöglicht werden, einen Wohnblock in der Ortenaustraße aufzustocken.


Die geplante Baumaßnahme ist Teil eines umfassenden Sanierungskonzepts. 2017 hat die Stadtbaugesellschaft GSE die Studentenwohnungen der Europäischen Eventakademie (Euraka) übernommen und mit deren Sanierung begonnen. Es handelt sich dabei um drei Wohnblöcke in der Ortenaustraße mit 60 Wohnungen, die als WGs für Schüler und Studenten der Euraka genutzt werden.

Die drei 1954/55 für die französischen Streitkräfte errichteten Gebäude waren vor allem im Bereich der Fassaden, Bodenbeläge, Loggien, Laubengänge und Betondecken sanierungsbedürftig. Außerdem entsprachen die großen Mehrfamilienhäuser nicht mehr heutigen Energiestandards. Bereits 2017 wurde die Ortenaustraße 21 für 1,68 Millionen Euro auf den neuesten Stand gebracht, wie Wolfgang Schoch von der GSE berichtet. Bei diesem Bau habe es "ein paar Überraschungen" gegeben, zudem sei im Zuge der Maßnahme bereits die Heizungsanlage auch für das Nachbarhaus eingebaut worden. Die Arbeiten an Wohnblock Nummer zwei, die Ortenaustraße 19, seien deshalb im vergangenen Jahr mit 1,3 Millionen Euro deutlich günstiger ausgefallen.

Nun steht nur noch ein Block zur Sanierung an, die Hausnummer 10/12. Hier sieht die Stadt allerdings neben der ohnehin anstehenden Sanierung auch die Möglichkeit, "dringend benötigten Wohnraum" für Studenten zu schaffen, wie es in den Unterlagen für die nächste Sitzung des Bauausschusses am heutigen Donnerstag heißt. Denn das Gebäude, das bisher deutlich kleiner ist als die anderen Studentenhäuser, soll nicht nur saniert, sondern auch um ein Geschoss aufgestockt werden. Dafür muss der gültige Bebauungsplan an dieser Stelle aufgehoben werden, was nach der Beratung des Bauauschusses der neue Gemeinderat am 22. Juli endgültig beschließen soll. In den Unterlagen der Verwaltung wird argumentiert, dass die angedachte Höhe in die Umgebung passt. Zudem entstehe auch auf einem Nachbargrundstück, das ohnehin außerhalb des Bebauungsplans liegt, ein viergeschossiges Wohngebäude mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss, berichtet Caroline Heinz, Stadtplanerin bei der GSE.

Die Sanierung und Aufstockung des bisher dreistöckigen Studentenwohnhauses soll laut Heinz insgesamt rund 1,5 Millionen Euro kosten. Loslegen will die Stadtbaugesellschaft laut dem zuständigen Architekten und Projektleiter Wolfgang Schoch bereits im kommenden Jahr - sofern der Gemeinderat sein Okay gibt.

Man habe zunächst überlegt, einfach das Dachgeschoss auszubauen, so Schoch. Durch das zusätzliche Stockwerk gewinne man aber deutlich mehr Wohnraum: Bislang biete das Haus 845 Quadratmeter Wohnfläche, im neuen Stockwerk kämen weitere 270 Quadratmeter, verteilt auf vier Wohnungen, dazu. Entstehen solle, so der Plan, ein komplettes Vollgeschoss mit einem leicht geneigten Flachdach.

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