Schiefer Baum als Attraktion

Schiefer Baum als Attraktion

Baden-Baden - Falls sich zurzeit Touristen aus dem italienischen Pisa in der Kurstadt aufhalten, dann könnte sie am Leopoldsplatz ein vertrautes Gefühl überkommen.

Dort befindet sich zwar kein Turm, sondern ein großer und eigentlich wunderschön gewachsener sowie geschmückter Weihnachtsbaum aus dem Schwarzwald, der nur einen kleinen Schönheitsfehler hat: Er steht nicht so ganz gerade. Blickt man aus der richtigen Richtung auf den Baum, so wird die Schlagseite deutlich.

Grund dafür: Das Gehölz ist etwas zu groß für die Baumhülse, die in den Leopoldsplatz eingelassen ist. So mussten die Mitarbeiter des Gartenamts beim Aufstellen improvisieren und den Stamm etwas zurechtschneiden. Später merkte man dann, das hier doch etwas ein klein wenig "schief" gelaufen ist. Inzwischen wäre jedoch eine Korrektur zu aufwendig, da auch der ganze Schmuck vorher wieder entfernt werden müsste. Und außerdem: Der Leo-Weihnachtsbaum hat zwar eine Neigung - aber nicht diejenige umzufallen. Mit anderen Worten, so versichert die Stadtverwaltung: Er steht sicher, das habe sich auch schon bei etlichen heftigen Windstößen gezeigt.

Vielleicht sollte jetzt die Kur und Tourismus GmbH das Beste aus dieser Situation machen und den schiefen Weihnachtsbaum von Baden-Baden als besondere Attraktion auch im Ausland bewerben. Das Beispiel von Pisa zeigt ja deutlich, wie erfolgreich die Vermarktung von schiefen Objekten in der Landschaft sein kann. Henning Zorn

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