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Glücksbringer in den Probiergläschen
23.04.2018 - 00:00 Uhr
Bühlertal (jure) - Glücksbringersekt aus der Gewürztraminertraube, Orange Wine vom Grenisberg oder Engelsstaub vom Engelsfelsen - bei den ersten Bühlertäler Weintagen konnten Weinfreunde auf eine spannende Entdeckungsreise gehen. Originelle Namen und auffällige Etiketten machten genauso neugierig wie Prämierungen und Hintergrundgeschichten zum Weinbau.

Doch der eigentliche Charakter des Tropfens war erst beim Nippen am Glas erkennbar. Höchste Qualität steckte in allen Flaschen der 13 Teilnehmer. Für Bürgermeister Hans-Peter Braun sind die Weintage daher auch eine außergewöhnliche Gelegenheit, "einmal mehrere Weine einer Winzergenossenschaft und mehrerer Weingüter zu probieren und zu vergleichen".

"Es ist uns gelungen, einige ganz Große an Land zu ziehen", verwies Andreas Schäuble darauf, dass die dem Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter (VDP) angehörenden Weingüter der Region mit dabei waren. "Das ist für den Gast sehr interessant, wenn er mehrere Betriebe nebeneinander im Vergleich hat."

Gut war auch, dass für den Eintrittspreis an allen Ständen auch nur kleine Mengen gekostet werden konnten. Und trotzdem hatten die Besucher ein Stück weit die Qual der Wahl. Immerhin hatten die 13 Teilnehmer jeweils zehn Weine dabei, so dass über 130 Sorten verkostet werden konnten, vor allem zu den eher publikumsschwachen Zeiten wie am Samstagnachmittag und dabei mit den Winzern, Sommeliers und Weinexperten gefachsimpelt werden konnte.

"Welchen Wein soll ich zum Rehragout nehmen", will ein Besucher von Marcus Verscht (Weingut Kopp) wissen, der ihm einen Spätburgunder einschenkt und kurz den Unterschied zwischen den offerierten Rotweinen erklärt. "Der Trend geht zum Regionalen", findet er die Weintage ideal für die Kunden, "die hier probieren können und dann keinen weiten Weg zum Weineinkauf haben".

Für Axel Bauer sind die Weintage quasi doppelte Premiere. Erstmals ist der Bühlertäler, der in Altschweier und in der Talgemeinde ausbaut, mit seinen Erzeugnissen "auf dem Markt". Den ersten Jahrgang hat er erst vor wenigen Wochen abgefüllt. Bekannt ist er vor allem deshalb, weil er zahlreiche steile Brachflächen übernommen hat, die sehr mühsam für die Bewirtschaftung waren. Er hat sie nun quer terrassiert, um aus den oftmals alten Reben seine Weine "mit Ecken und Kanten" zu erzeugen. "Es sind Weine, die ihre Herkunft zeigen", erklärt er. Die häufigste Frage galt der Herstellung seines "Orange Wine", einem Weißwein-Cuvee, das er wie Spätburgunder ausbaut.

Auch das Weingut Nägelsförst nutzte die Chance, um auf seine 750-jährige Tradition aufmerksam zu machen und vor allem auf den Wandel, den das Gut in den vergangenen beiden Jahren genommen hat. Komplett neu Weine, die allesamt entsprechend ihren Lagen pfiffige Namen wie "Umweg zum Glück", "Bergliebe", "Talblick" oder "Vorfreude" erhalten habe, hatte Patrick Hohl dabei. "Das Konzept ist sehr gut", lobte er die Weintage.

"Es ist wichtig, dass wir unseren Wein in der Region bewerben", sah auch Nicole Kist von den Affentalern Winzern die Veranstaltung als Bereicherung. Sie hätte sich allerdings für das Gemeinschaftsprojekt eine Eingrenzung auf die Region gewünscht.

Vertreten war auch das Weingut Siegbert Bimmerle (Renchen), der mit Abstand größte private Weinbaubetrieb in der Ortenau, für den Ingrid Münchenbach die vielfach prämiierten Weine kredenzte.

Fruchtige Gewächse hatte auch das Weingut von und zu Franckenstein (Offenburg) im Angebot, das Stefan und Georg Huschle repräsentierten. Letzterer war viele Jahr Geschäftsführer der Affentaler Winzergenossenschaft.

"Es war nicht leicht, eine Auswahl zu treffen", berichtete Andreas Schäuble abschließend im Gespräch.

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