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Andere Rechte werden nicht verletzt
Neben dem Bodenaushub sind auf dem Lörch-Gelände auch die Hochbauarbeiten voll im Gange. Foto: Eiermann
01.06.2018 - 07:11 Uhr
Bühl/Mannheim (gero) - Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Mannheim hat die Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan "Herbert-Odenheimer-Straße/Bahnhof" zurückgewiesen. Der 3. Senat begründete seine Entscheidung am Mittwoch mit "mangelnder Antragsbefugnis". Die Klage hatte der Bühler Anwalt Rudolf Weng als Prozessbevollmächtigter seiner Ehefrau und seines Sohnes angestrengt. Eine Revision wurde nicht zugelassen.

Das mündliche Urteil verkündete am Mittwoch der mit fünf Richtern besetzte 3. Senat unter Vorsitz von Wolfgang Rieger. Nach Auffassung des Gerichts konnte nicht geltend gemacht werden, dass der Bebauungsplan möglicherweise andere Rechte verletzt. Die schriftliche Urteilsbegründung soll im Juni folgen.

Rudolf Weng möchte diese zunächst abwarten und erst dann mögliche weitere Schritte prüfen. Das Urteil bewertet er als "schade für Bühl". Seine Familie sei "grundsätzlich für eine Bebauung" des wertvollen Areals, allerdings müsse "etwas Schönes und Verträgliches" entstehen, das der Nachbarbebauung Rechnung trage.

Mit seiner Normenkontrollklage, betont der Anwalt, habe er aus der Bevölkerung "positive Rückmeldungen" bekommen. Seine Mandanten hätten den Klageweg deshalb gewählt, "um etwas Besseres zu machen". Ob man die Möglichkeit einer "Nichtzulassungsbeschwerde" wählen werde, ließ Weng offen: "Das ist eine hohe Hürde."

Rudolf Weng, der zusammen mit seiner Ehefrau Isabell Steck-Weng in der 1890 erbauten Villa Gustav Wertheimer in der Eisenbahnstraße 32 eine Kanzlei betreibt, wollte mit der Normenkontrollklage den Bebauungsplan "voll auf den Prüfstand" gestellt wissen. De jure sei das Areal ein Mischgebiet mit Realschule. De facto werde es aber nun ein Wohngebiet mit 39 Wohneinheiten: "Damit ändert sich auch der Charakter dieses Areals."

Ihn und seine Ehefrau stört die Architektur von drei Punkthäusern im rückwärtigen Bereich und deren Geschosshöhen: "Wenn hier so eine massive Bebauung entsteht, verändert dies den historischen Gebietscharakter zuungunsten der Nachbarbebauung."

Die Punkthäuser empfinden beide als "unpassend und störend". Die drei viergeschossigen Neubauten würden den 700 Schülern "Sonne, Licht und die Luft zum Atmen" entziehen. Benötigt werde eine "Kultur- und Campusmeile mit hoher Qualität, die diesem sensiblen Quartier gerecht wird".

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