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Zeichen stehen auf Wachstum
OB Margret Mergen, OB Hubert Schnurr, Landrat Jürgen Bäuerle, Klinikdirektorin Christine Neu, Dr. Thomas Iber, Elisabeth Born und Geschäftsführer Jürgen Jung (von links) im Zentrum für Sportmedizin. Foto: efi
07.07.2018 - 07:56 Uhr
Bühl (efi) - Zwei Jahre nach der Bekanntgabe, die Bühler Geburtshilfe zu schließen, ziehen Geschäftsführung und Aufsichtsrat des Klinikums Mittelbaden eine positive Bilanz. Nach Auffassung von Geschäftsführer Jürgen Jung haben die Investitionen und die 2016 eingeleiteten Strukturveränderungen dazu beigetragen, den Standort nachhaltig zu sichern. "Wir haben Verlässlichkeit bewiesen und Wort gehalten", unterstreicht der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Jürgen Bäuerle.

"Bühl steht jetzt auf viel breiteren Füßen", skizziert Jung die Veränderungen des Leistungsspektrums nach der organisatorischen Zusammenführung mit Baden-Baden. 2,5 Millionen Euro hat das Klinikum im vergangenen Jahr investiert, um das frühere Bühler Krankenhaus unter neuen Vorzeichen wieder fit zu machen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 habe sich jetzt "mindestens eine Halbierung des Verlustes" eingestellt, lässt der Geschäftsführer wissen.

Die Weichen, das Areal zu einem "Gesundheits-Campus" auszubauen, seien inzwischen gestellt. Noch in diesem Monat soll ein Bebauungsplanverfahren für das geplante Pflegeheim auf dem Gelände des früheren Schwesterwohnheims eingeleitet werden. Es soll Bewohnern des Erich-Burger-Heims und der Häuser Muhrbach und Hornisgrinde der Hub eine neue Heimat bieten. Ende 2020 könnte der Neubau bereits realisiert sein, meint Jung. OB Hubert Schnurr, Mitglied im Aufsichtsrat, betrachtet den entstehenden Campus als großes Plus für Bühl.

Das an der Balger Klinik geplante Mutter-Kind-Zentrum kann laut Jung jetzt ebenfalls in Angriff genommen werden, nachdem - nahezu zwei Jahre nach der Antragstellung - der Zuschuss gewährt worden sei. Der Klinikum-Chef berichtet von steigenden Geburtenzahlen. Das Zentrum für Sportmedizin, vor einem Jahr in Bühl an den Start gegangen, nehme eine erfreuliche Entwicklung. Rund 800 Patienten haben sich laut Jung bislang in dessen Obhut begeben, auch immer mehr Vereine würden sich an diese Adresse wenden.

Früchte trägt offenbar eine weitere Maßnahme, um das Profil der Bühler Einrichtung neu auszurichten und zu stärken. Nach der Verlagerung des ambulanten OP-Zentrums und der Einrichtung eines vierten Operationssaals hat sich die Zahl der Eingriffe gegenüber 2017 sprunghaft erhöht. In diesem Jahr werden 2600 im ambulanten Bereich, 2400 stationär erwartet. "Da ist noch Luft nach oben", stellt Jung fest.

"Eine steile Akzeptanz" attestiert er der Hand- und Plastischen Chirurgie, die zum Jahreswechsel nach Bühl umgezogen ist. "Auf diese Abteilung sind wir extrem stolz", sagt der ärztliche Direktor des Klinikums Baden-Baden/Bühl, Dr. Thomas Iber.

In der Entwicklung der Bühler Patientenzahlen sieht der Geschäftsführer einen "Riesensprung". Wurden 2016 5400 im stationären Bereich und rund 10500 ambulant gezählt, werden in diesem Jahr mehr als 5500 beziehungsweise 16600 erreicht. Nicht nur bei den neuen Angeboten, auch bei den etablierten Einrichtungen wie Altersmedizin, Wirbelsäulenchirurgie, Palliativversorgung und Kinderwunschzentrum stünden die Zeichen auf Wachstum, stellt Jung fest. Alle Abteilungen stellen sich morgen von 13 bis 18 Uhr bei einem Tag der offenen Tür vor. Respekt zollen die Verantwortlichen den Mitarbeitern, die alle Umwälzungen mitgetragen haben. Nach den Umstrukturierungen, die mit Personalabbau verbunden waren, liegen die Zahlen nun über denen von 2016, versichert Jung. Aktuell seien in Bühl zirka 310 Mitarbeiter beschäftigt, das entspreche 220 Vollzeitkräften. "Der Faktor Mensch spielt eine große Rolle. Das ist unsere Stärke", stellt die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Baden-Badens OB Margret Mergen, heraus.

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