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Kindheitstraum geht in Erfüllung
Freut sich auf ihr Königinnendasein: Jessica Stiefel.Margull
21.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Franziska Kiedaisch

Bühl - Lange braune Haare, charmantes Lächeln und ein blaues Kleid: Jessica Stiefel ist die neue Bühler Zwetschgenkönigin. Auch wenn sie nach der Wahl im Mai noch nicht in der neuen Rolle angekommen ist, freut sie sich auf die kommenden zwei Jahre. In ihrer Familie hat die blaue Frucht einen festen Platz.

Schon als Kind hat sie davon geträumt, eines Tages Zwetschgenkönigin zu werden. Beim Zwetschgenlesen mit dem Opa hat sie von klein auf geholfen: "Der Opa hat immer gesagt: ,Wenn man so toll hilft, dann wird man auch Quetsche-Königin'", erinnert sie sich. Doch war ein wenig Geduld nötig.

Erst in diesem Jahr konnte sich die 19-Jährige auf das Ehrenamt bewerben, weil ein Mindestalter von 18 Jahren vorausgesetzt wird. "Ich habe eigentlich nur darauf gewartet, bis ich alt genug bin, mich zu bewerben", gibt sie schmunzelnd zu. Bis heute sind die Bäume in Altschweier für die Familie wichtig: "Zwetschgen spielen bei uns eine große Rolle. Weil man Kuchen und Mus einfrieren kann, gibt es sie bei uns das ganze Jahr."

Gegen fünf Mitbewerberinnen hat sie sich im Kampf um die Krone durchgesetzt: "Klar waren die anderen enttäuscht, aber danach haben sie mir gratuliert", sagt die gebürtige Bühlerin.

Ein Gremium aus Stadträten und Vertretern der Stadtverwaltung hatte die Entscheidung gefällt. Gefragt wurde beispielsweise, warum sie die Stadt repräsentieren möchte. Eine Antwort auf diese Frage ist ihr nicht schwergefallen: "Bühl ist und bleibt meine Heimat. Ich war noch nie länger weg und habe es eigentlich auch nicht vor", sagt die ehemalige Lender-Schülerin. Außerdem sei sie im Vorstellungsgespräch wegen anstehender Auftritte in den Partnergemeinden nach Fremdsprachenkenntnissen - besonders in Französisch - gefragt worden.

Obwohl sie in Kehl studiert, wohnt sie weiterhin in Bühl. Seit eineinhalb Jahren pendelt sie zu ihren Vorlesungen im Fach "Public Management", das sie für den gehobenen Verwaltungsdienst qualifiziert. "Ich wurde schon gefragt, ob ich überhaupt noch weiterstudieren will, wo ich doch jetzt eine Königin bin", lacht sie. Obwohl sie in Bühl bei der Pfarrjugend engagiert und musikalisch und sportlich aktiv ist, habe sie genügend Zeit für das Amt, sagt sie.

Kommenden Dienstag wird sie zur Königin gekrönt, Zepter und Krone gehen dann von ihrer Vorgängerin Romy Paul auf sie über. Erst dann beginnt für die 19-Jährige die Amtszeit als 31. Zwetschgenkönigin. "Ich weiß noch nicht genau, was mich danach erwartet, aber ich freue mich riesig", strahlt Stiefel - besonders auf das Bühler Zwetschgenfest im September, das sie am Freitag, 7. September, gemeinsam mit Oberbürgermeister Hubert Schnurr eröffnen wird. Aber auch andere öffentliche Veranstaltungen wie Neujahrempfänge oder Auftritte in den Partnerstädten seien sehr spannend.

Doch was wäre eine Königin ohne eine standesgemäße Robe? In geheimer Mission war sie bereits mit ihrer Mutter und Martina Rumpf vom Kulturbüro Bühl bei der Anprobe und hat zwei Kleider ausgesucht: "Ich darf nichts zu den beiden Kleidern sagen, nur soviel: Beide sind lang", verrät sie. Nach zwei Jahren wird ihre Amtszeit als Königin enden. Was danach kommt, weiß sie noch nicht. Doch schon heute zeigt sie sich davon überzeugt, dass sie ihren Bühler "Untertanen" treu bleiben wird: "Ich will niemals eine andere Königin als die Bühler Zwetschenkönigin sein", sagt die bodenständige junge Frau.

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