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Das letzte Schlupfloch wird gestopft
07.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Holger Siebnich

Bühl - Der sanierte Markt- und Kirchplatz ist abgeriegelt: Entlang der Hauptstraße verhindern baumstammdicke Zylinder aus Stein die Einfahrt. Flankiert werden sie von versenkbaren Metallpollern, die auch an der Eisenbahnstraße stehen. Dieses Bollwerk soll verhindern, dass das Areal weiter als illegaler Parkplatz missbraucht wird. Doch am vergangenen Sonntag, nur zwei Tage nach der offiziellen Übergabe des Platzes durch die Baufirma an die Stadtverwaltung, standen beim morgendlichen Gottesdienst schon wieder Fahrzeuge vor der Kirche. Oberbürgermeister Hubert Schnurr will das nicht weiter dulden.

Das Schlupfloch für die Kirchenbesucher hatte sich an der Eisenbahnstraße aufgetan. Dort waren zwei Poller im Boden versenkt. Obwohl ein Verkehrszeichen an dieser Stelle deutlich macht, dass der Platz nur für Fußgänger und Fahrräder freigegeben ist, nutzten mehrere Autofahrer den Durchgang.

"Das zeigt mal wieder, dass dort sofort geparkt wird, wenn es auch nur eine kleine Lücke gibt", kommentiert Schnurr den Vorfall. Während der zurückliegenden Bauarbeiten hatten Autofahrer auch schon einmal Absperrungen zur Seite geräumt, um sich Platz zu verschaffen. Doch laut Schnurr soll es mit der wilden Parkerei nun endgültig vorbei sein. Die beiden Poller seien versenkt gewesen, weil die Baufirma noch Restarbeiten zu erledigen habe. Sobald diese abgeschlossen seien, werde das Schlupfloch gestopft.

Dass der Platz damit auch sonntagvormittags autofreie Zone bleibt, sorgt allerdings bei Pfarrer Wolf-Dieter Geißler für Verdruss: "Wir sind mit dieser Lösung nicht zufrieden", gibt er die Stimmung der Kirchengemeinde wieder. Die sonntäglichen Messen hätten ein sehr großes Einzugsgebiet und verzeichneten im Schnitt zwischen 500 und 600 Besuchern. Die Anzahl der Parkplätze in Kirchennähe sei angesichts dieser Zahl nicht ausreichend, zumal viele Gläubige älter und schlecht zu Fuß seien. Geißler will deshalb nach den Sommerferien das Gespräch mit den Gemeinderatsfraktionen suchen. Seiner Meinung nach sei es problemlos möglich, dass ein Mitarbeiter der Pfarrgemeinde die Poller rechtzeitig vor dem Gottesdienst herunter- und danach wieder herauffahre.

Wie berichtet, hatte sich im Gemeinderat während der Diskussion um die Platzgestaltung eine deutliche Mehrheit für ein dauerhaftes Parkverbot ausgesprochen - ohne Ausnahme. Aus Sicht von OB Schnurr gibt es keinen Grund, von dieser Linie abzuweichen. "Es existieren im Umfeld der Kirche ausreichend Stellplätze", widerspricht er Geißler und verweist etwa auf die oberirdischen Parkmöglichkeiten in der Eisenbahn- und Franz-Conrad-Straße, bei der Sparkasse oder am Hüflischen Hof, die sonntags auch noch kostenlos seien. Es gebe auch mehrere Behindertenparkplätze, etwa direkt beim Pfarrhaus, vor dem Rathaus II oder ebenfalls in der Franz-Conrad-Straße. Darüber hinaus könnte sich das Stadtoberhaupt auch vorstellen, prüfen zu lassen, ob die Tiefgaragen von Volksbank und Sparkasse zu den Gottesdienstzeiten öffnen könnten. Die Großzügigkeit des sanierten Platzes will der OB nicht mehr durch Autos gestört sehen. Er ist mit dem Ergebnis der Sanierung sehr zufrieden: "Das ist jetzt eine ganz andere Atmosphäre als zuvor."

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