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Eine Säule steht bombenfest
18.08.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (sie) - Die Sonne brennt vom Himmel, das Laub an den Bäumen ist braun wie im Herbst, und die Äcker sind stautrocken. Trotzdem sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Rüdiger Höche: "Es gibt im Raum Bühl keinen Grund, Wasser zu sparen." Die historische Trockenheit habe keine negativen Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung der Region. Diese beruht auf zwei Säulen - von denen zumindest eine felsenfest steht.

Angesichts der Dürreperiode hatten Stadtwerke und Stadtverwaltung zum Pressegespräch in Halbhöhenlage über Kappelwindeck eingeladen, wo der Hochbehälter "Rappenberg" steht. Die wichtigsten Botschaften im Überblick:

Was sind die beiden Säulen der Trinkwasserversorgung?

Zum einen das schier unerschöpfliche Grundwasser aus der Rheinebene, zum anderen Quellwasser aus dem Schwarzwald. Der Hochbehälter "Rappenberg" fungiert als eine Art Mixer: Dort werden Grund- und Quellwasser gemischt.

Welche Auswirkungen hat die Trockenheit?

Die elf Quellen, die für den Hochbehälter Wasser liefern, sprudeln nur noch zaghaft. Im Winter liefern sie bis zu 75000 Kubikmeter Wasser im Monat, im Juli waren es gerade noch 30000. Für August erwartet Stadtwerke-Chef Rüdiger Höche eine noch kleinere Menge. Die Folge: Es muss mehr Grundwasser gefördert werden, damit die Gesamtmenge wieder stimmt. Im Jahresdurchschnitt liegt der Quellen-Anteil beim Trinkwasser bei ungefähr einem Drittel, derzeit sind es an manchen Tagen nicht einmal zehn Prozent. Da die Grundwasservorräte der Oberrheinebene aber die größten in ganz Europa sind, ist das unterm Strich kein Problem. Oberbürgermeister Hubert Schnurr betont: "Die Versorgung ist sichergestellt."

Hat der geringe Quellwasseranteil trotzdem Folgen?

Der Verbraucher merkt davon nichts. Allerdings laufen die technischen Anlagen der Wasserversorgung auf Hochtouren. Denn während das Quellwasser bergab zum Hochbehälter strömt, muss das Grundwasser aus der Ebene hochgepumpt werden. Die Pumpen arbeiten deshalb aktuell unter Volllast. Das gleiche gilt für die Entkalkungsanlagen in den Wasserwerken Landmatt und Balzhofen, die dafür sorgen, dass der Härtegrad unabhängig vom Mischverhältnis am Ende bei acht Grad liegt.

Gab es diese Situation schon einmal?

Nein. Höche sagt: "Das ist ein Novum." Der Jahrhundertsommer 2003 habe zu ähnlichen Folgen geführt, aber der Stadtwerke-Chef ist sich sicher: "Diesmal schlagen wir das noch."

Könnte der erhöhte Förderaufwand Konsequenzen für den Wasserpreis haben?

Das lässt sich noch nicht absehen, der Preis wird jedes Jahr neu kalkuliert. Seit längerer Zeit liegt er stabil bei 1,98 Euro pro Kubikmeter, also pro 1000 Liter Trinkwasser. Höche zieht einen drastischen Vergleich: "In einer Hotel-Minibar kosten 1000 Liter Wasser 15000 Euro."

Wie viele Menschen versorgt das Trinkwassernetz?

Bühl hat sich gemeinsam mit Bühlertal und Ottersweier zum "Zweckverband Wasserversorgung Bühl und Umgebung" zusammengeschlossen. In diesem Bereich leben 45000 Menschen. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt im Schnitt bei 50 Kubikmeter im Jahr. Überraschenderweise ist der Verbrauch in den vergangenen Wochen trotz Hitze und Trockenheit nicht angezogen, sondern lag im Juli sogar leicht unter dem Wert des Vorjahres.

Müssen Verbraucher Angst vor PFC im Trinkwasser haben?

Derzeit nicht, das Wasser ist nach Angaben der Stadtwerke komplett frei von PFC. "Der Wert liegt nach wie vor bei 0,0", betont Höche.

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