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Bewusstsein für Nachhaltigkeit schärfen
13.09.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (efi) - Im Bühler Veranstaltungskalender geht es Schlag auf Schlag. Nur wenige Tage nach dem fünftägigen Festspektakel zu Ehren der blauen Frucht steht ein weiterer Höhepunkt bevor. Der Bauernmarkt, bekräftigt OB Hubert Schnurr, zähle "mittlerweile zu den bedeutendsten Ereignissen nach dem Zwetschgenfest". Die 21. Auflage am Samstag, 15. September, stellt einmal mehr die regionalen Erzeuger in den Mittelpunkt. Die Gelegenheit, ihre Produkte vorzustellen und auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen, werde von den Landwirten sehr geschätzt, betont der Rathauschef.

Drei Schwerpunkte greifen in diesem Jahr die Themen Nachhaltigkeit, Biodiversität und Fairer Handel auf, erläutert Susanne Panther, laut OB "Mutter des Bauernmarktes" und gemeinsam mit Beate Link für die Organisation verantwortlich. In den Blickpunkt rückt zum einen die vom Aussterben bedrohte Bühler Frühzwetschge, die vor kurzem von Slow Food Deutschland "geadelt" und in die "Arche des Geschmacks" aufgenommen wurde. Ziel ist es, das kulinarische Erbe der Regionen zu bewahren. Die Slow-Food-Regionalgruppe um Tina Schey engagiert sich auf dem Bauernmarkt für das einstige "Blaue Gold" der Zwetschgenstadt, wirbt um Patenschaften für Zwetschgenbäume und möchte das Bewusstsein schärfen für die "Arche-Passagiere", mittlerweile 71 aus Deutschland. Angekündigt werden am Stand von Slow Food in der Schwanenstraße auch Kostproben - in veredelter Form.

Das Eine-Welt-Jahr, das der OB beim Neujahrsempfang ausgerufen hatte, hinterlässt auch beim Bauernmarkt seine Spuren. Der Bühler Welt-Laden, der seit 25 Jahren besteht, lädt von 9 bis 12 Uhr im Haus Alban Stolz zum Fairen Frühstück ein. "Lebensmittel aus fairem Handel sind eine ideale Ergänzung zu unseren regionalen Produkten", sagt Beate Link. Niemand wolle auf Kaffee, Kakao oder Bananen verzichten. Zudem wird am Stand des Welt-Ladens Fair-Trade-Kaffee zum Sonderpreis verkauft. Einen weiteren Akzent setzt eine Aktion des Rotary-Clubs Achern/Bühl und der Firma Eisenbiegler gegen den Insektenschwund (wir berichteten). Am Stand der Rotarier werden Samentüten mit einer Wildblumenmischung verschenkt.

"Die Aktivitäten zur Förderung regionaler Produkte sind auf Nachhaltigkeit ausgelegt", unterstreicht Susanne Panther. Die Angebote der Stadtverwaltung gehen deshalb über den Bauernmarkt hinaus und werden das ganze Jahr über vertieft. Zum Programm zählen das regionale Pausenvesper, eine Multivisionsschau über den Umgang mit Ressourcen für Bühler Schulen im Juni, ein vegetarischer Kochkurs mit regionalen und biologischen Zutaten in der Aloys-Schreiber-Schule (20. Oktober) sowie eine Ausstellung mit dem Titel "Klimagourmet" im Schwarzwaldbad (12. bis 25. November).

Insgesamt 66 Aussteller machen am Samstag von 9 bis 16 Uhr in der Innenstadt auf ihre Erzeugnisse und Angebote aufmerksam, darunter 40 Höfe und verarbeitende Betriebe der Region. Kulinarisches aus eigener Erzeugung gibt es an diversen Stellen, etwa bei "Schafraffenland" und "My Balzhofen Shop", beim Obsthof Andreas Höß aus Ottersweier-Haft, bei Seifermanns Bauernhof (Ottersweier), "Wäldeles Mutterkuhhaltung" (Steinbach) oder "Margots Paradies" aus Moos. Über Wurst und Fleisch vom Jäger informiert die Jägervereinigung Rastatt/Baden-Baden, Hegering Bühl. Für den Nachwuchs sind Spiele und Bastelangebote vorbereitet, auch für Schafe und Ponys steht Platz zur Verfügung.

Dem Thema Mobilität und Energie widmen sich wie in den vergangenen Jahren mehrere Aussteller. Die Stadt ist mit einer Rad-Infothek vertreten. Das Badische Tagblatt ist ebenfalls wieder mit einem Stand vor Ort. Dort gibt es Infos rund um die Heimatzeitung, einen Fotopoint und ein Gewinnspiel. Der Bauernmarkt ist Bestandteil der "Bühler Samstage" und wird im Rahmen der "Gläsernen Produktion" des Landwirtschaftsamtes ausgerichtet.

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