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BITS will sich für junge Betriebe öffnen
23.10.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (jo) - Die Aufnahmebedingungen im Bühler Gründerzentrum sollen gelockert werden. Künftig könnten darin auch bestehende, junge Firmen kostengünstige Räume erhalten. Voraussetzung ist, dass der Aufsichtsrat einem entsprechenden Vorschlag von Jürgen Braun, dem Geschäftsführer der Bühler Innovations- und Technologie-Start-Ups GmbH (BITS), zustimmt. Alle Fraktionen des Bühler Gemeinderats ließen erkennen, diese Öffnung mitzutragen.

Als Braun in jüngster öffentlicher Sitzung den Stadträten den Wirtschaftsplan 2019 und die fünfjährige Finanzplanung bis zum Jahr 2023 präsentierte, kam das Thema zur Sprache. So registriere man derzeit nur wenige Anfragen, wie Braun erläuterte, durchschnittlich ein bis zwei pro Monat, und nur ein Teil davon sei wirklich "interessant". Woran liegt's? "Die gute wirtschaftliche Lage zeigt sich auch darin, dass es kaum Firmengründer gibt", sagte Braun. Warum ein Risiko eingehen, wenn Arbeitgeber die kreativen Köpfe mit guten Konditionen lockten. "Das Interesse, sich selbstständig zu machen, ist deshalb geringer als zu anderen Zeiten." Deshalb denkt Braun daran, den potenziellen Kreis an Mietern zu erweitern: "Eine Firma unter fünf Jahren steckt noch immer in der Gründungsphase."

"Fünf Jahre sind kein Alter", signalisierte Lutz Jäckel (FDP), die Satzungsänderung mitzutragen. Er ließ außerdem wissen, dass die Auslobung eines Förderwettbewerbs "Bühler Gründerpreis" in Vorbereitung sei. Jäckel verspricht sich einiges davon und zeigte sich zuversichtlich: "Ich setzte darauf, dass wir wieder Gründer bekommen werden."

Die Idee, das BITS zusätzlich für Existenzgründer zu öffnen, die sich noch in der Aufbauphase befinden, fand auch Gefallen bei Margret Burget-Behm (CDU): "Dadurch locken wir sicher neue Firmen nach Bühl." Ulrich Nagel (SPD) legte jedoch Wert darauf, dass diese von außerhalb Bühls stammen sollten.

Die aktuelle Belegungsquote des Gründerzentrums im Froschbächle liegt Jürgen Braun zufolge bei aktuell 88 Prozent. "Ab November sind wir ausgebucht." Doch stehen im nächsten Jahr wieder Auszüge an. Bis zur Fertigstellung des Ingenieurs-Campus' von Bosch (die Gebäude an der B3 werden derzeit errichtet), stellt das BITS dem Automobilzulieferer zwei Räume zur Verfügung. Braun berichtete: "Bosch hat einen Mangel an Seminarräumen." Man wolle deshalb helfen. "Die Räume sind gut gebucht."

Bei der Vorstellung des Wirtschaftsplans gab Braun zu verstehen, dass er im Jahr 2019 mit einem Defizit von 89200 Euro kalkuliere. Unter anderem seien Gebäudemaßnahmen erforderlich, insbesondere Risse in der Südost-Fassade des Gründerzentrums auszubessern, was Kosten von etwa 15000 Euro verursache.

Heidelberger Hütte soll sich refinanzieren

Im Vermögensplan ist eine erste Rate von 60000 Euro angesetzt für die Heidelberger Hütte, die als Tagungszentrum im Rahmen der Wirtschaftsförderung genutzt werden soll. Weitere 250000 Euro sollen im Jahr 2020 dafür ausgegeben werden. Die Hütte habe fraktionsintern einige Diskussionen ausgelöst, berichtete FW-Stadtrat Karl Ehinger. Angesichts der prognostizierten Gesamtkosten von 310000 Euro frage er sich, ob ein Abriss und Neubau nicht billiger käme. "Ein Neubau im Außenbereich ist undenkbar", entgegnete Corina Bergmaier, die im Rathaus für Baurecht und Wirtschaftsförderung zuständig ist. OB Hubert Schnurr wies auf den besonderen Charme der Schindelhütte im Bühler Stadtwald hin, den es zu erhalten gelte.

Braun äußerte seine feste Zuversicht, dass sich die Baukosten über die Mieteinnahmen refinanzieren lassen: "Wir können gute Tagessätze verlangen." Diese seien bei 750 bis 1000 Euro anzusiedeln. "Wir haben bereits Signale von Bosch und Schaeffler, dass sie uns feste Kontingente abnehmen wollen." Lutz Jäckel sagte: "Andere Wirtschaftsförderer wären glücklich, wenn sie so etwas hätten." Er riet, "unbedingt daran festzuhalten" und die Hütte in einer Kombination von Alt und Neu auszubauen.

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