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Rote Karte für alten Aschenplatz
Rote Karte für alten Aschenplatz
08.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Holger Siebnich
Bühl - Für den VfB Bühl wäre es die Erfüllung eines jahrelangen Traums: die Umwandlung des Hartplatzes im Hägenich in ein Kunstrasenspielfeld. Die Stadt will dem Verein diesen Wunsch nun erfüllen - und das komplett zulasten der öffentlichen Kasse. Dafür müssten sich die Fußballer den Platz künftig aber mit Schülern und auch anderen Vereinen teilen.

"Das Projekt ist voll in der Planung", bestätigt Wolfgang Eller, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Bauen, Immobilien, das Vorhaben. In der Gemeinderatssitzung am kommenden Mittwoch steht das Thema erstmals auf der öffentlichen Tagesordnung. Die Mitglieder des Gremiums sollen darüber entscheiden, ob die entsprechenden Mittel im Haushalt 2019 zur Verfügung gestellt werden. Es geht um viel Geld. Die Kostenschätzung liegt bei rund 500 000 Euro, wobei 84 000 Euro als Landeszuschüsse erwartet werden. In der nichtöffentlichen Vorberatung im Technischen Ausschuss war das Meinungsbild laut Eller "einhellig positiv". Stimmt der Gemeinderat dem Vorhaben zu, soll die Umsetzung zeitnah erfolgen. Läuft alles nach Plan, könnte der erste Anpfiff auf dem neuen Spielfeld nach dem Ende der Sommerferien 2019 erfolgen.

Es wäre der erste Kunstrasenplatz überhaupt in der Zwetschgenstadt - und für den VfB der positive Schlusspunkt hinter eine Geschichte, die den Verein seit langer Zeit beschäftigt. "Das ist schon seit mehr als zehn Jahren unser Wunsch", sagt Verwaltungsvorstand Bernd Bross. Der Hartplatz werde vor allem bei Regen genutzt, um das Hauptspielfeld zu schonen. Doch gerade bei schlechtem Wetter bereite seine schmierige Oberfläche den Spielern zunehmend Probleme. "Der Platz ist sanierungsbedürftig, da hätte man ohnehin handeln müssen", sagt Bross. Ein klassischer Tennenplatz sei heute nicht mehr zeitgemäß. Eine Kunstrasenoberfläche biete ganz andere Möglichkeiten.

Das sieht auch die Stadtverwaltung so. Denn die umgestaltete Fläche soll nicht allein den Fußballern vorbehalten bleiben. "Der Kunstrasenplatz soll umfänglich morgens und mittags von Schulen genutzt werden", betont Eller. Unter anderem benötige das Windeck-Gymnasium weitere Kapazitäten, weil dort seit diesem Schuljahr das neue Sportprofil angeboten wird, bei dem die Schüler deutlich mehr Sportunterricht pro Woche haben als in den Parallelklassen. Aber auch andere Bildungseinrichtungen sollen Einheiten im Hägenich durchführen können.

Aus Sicht von Bross ist diese Lösung "eine gute Sache". Da die Trainingseinheiten des VfB auch im Jugendbereich in der Regel erst am späteren Nachmittag begännen, befürchte der Verein dadurch keine Engpässe für sein eigenes Angebot.

Allerdings schwebt der Verwaltung auch vor, dass nicht nur Schulen, sondern auch andere Fußballvereine bei Bedarf im Hägenich trainieren sollen. Säuft in Altschweier wieder einmal der Platz ab, könnten etwa die SVA-Kicker auf den Kunstrasen in der Kernstadt ausweichen. Laut Eller werde dies aber sicher die Ausnahme bleiben, schon allein, weil die Vereine selbst kein Interesse daran hätten, fürs Training regelmäßig in den Bus zu steigen.

Bross betont, dass der VfB grundsätzlich nichts dagegen habe, wenn auch andere Vereine den Platz nutzen könnten. Allerdings müsse "natürlich der Spielbetrieb bei uns noch funktionieren". Er gehe deshalb auch davon aus, dass solche Lösungen eher die Ausnahme blieben - etwa, wenn Sanierungsarbeiten in anderen Stadien anstünden.

Dass andere Vereine dem VfB den neuen Platz auf Stadtkosten neiden könnten, glaubt Bross nicht. Er verweist auf Spielgemeinschaften im Jugendbereich mit Ottersweier und Altschweier, wodurch auch diese Vereine direkt von der Investition profitieren würden. Darüber hinaus sei es sinnvoll, das einzige Kunstrasenfeld im Stadtgebiet an zentraler Stelle zu errichten. "Die Einsicht ist mittlerweile bei allen Vereinen da", schildert Bross seinen Eindruck. Auch Eller betont, dass das Vorgehen mit den anderen Vereinen abgestimmt sei und es dagegen keine Ressentiments gebe.

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