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Investor blitzt bei Ortschaftsrat ab
Investor blitzt bei Ortschaftsrat ab
13.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Holger Siebnich

Bühl - Der Ortschaftsrat Neusatz hat sich gestern Abend mit deutlicher Mehrheit gegen den Bau eines Seniorenzentrums auf dem Gelände des Klosters Neusatzeck ausgesprochen. Sieben Mitglieder des Gremiums lehnten das Vorhaben ab, nur ein Vertreter stimmte dafür. Wie es nun weitergeht, ist offen. Der Investor hatte im Vorfeld angekündigt, gegen eine Ablehnung juristisch vorgehen zu wollen.

Da Ortsvorsteher Wolfgang Bohnert erkrankt war, leitete Hubert Oberle (CDU) die Sitzung in der Schlossberghalle, die rund 50 Besucher verfolgten. Oberle begründete seine eigene ablehnende Haltung mit den Dimensionen des geplanten Neubaus, der für den Ort zu groß dimensioniert sei. Darüber hinaus sei eine deutliche Mehrheit der Bürger gegen das Projekt. Ähnlich äußerten sich weitere Ortschaftsräte. Einzig Manfred Kist (FW) stimmte für die Pläne und betonte: "Ich glaube, das wäre eine Bereicherung für Neusatz."

Wie berichtet, wollte der Investor das Ökonomiegebäude des Klosters abreißen und dafür einen dreieinhalbgeschossigen Neubau mit einer Kapazität von rund 100 Zimmern errichten lassen. Das Mutterhaus sollte umgebaut werden, so dass dort Appartements für betreutes Wohnen und Mitarbeiter Platz gefunden hätten. Vorgesehen waren auch ein Friseur, eine Arztpraxis und ein Hofladen mit Bistro.

Bei den Besuchern einer Bürgerinformationsveranstaltung am 24. Januar in der Schlossberghalle stießen die Pläne allerdings auf breite Ablehnung. Diskussionsteilnehmer titulierten den Neubau als "Bettenklotz", "Koloss" oder "bombastische Erweiterung".

Ortschaftsrat Oberle gab dem Investor am Ende des Abends zwei Forderungen mit auf den Weg. Das geplante Flachdach des Neubaus müsse durch ein Satteldach ersetzt werden, darüber hinaus solle das Gebäude weiter von der Straße abrücken.

Genau diese Forderungen griffen die Investoren auf. Insgesamt reduzierten die Projektentwickler ihre Pläne außerdem um 15 Prozent Nutzfläche. Doch auch von dieser Variante ließen sich die Ortschaftsräte nicht überzeugen.

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