Dritte Runde für den Bühler Jugendrat

Dritte Runde für den Bühler Jugendrat

Bühl (efi) - Der Jugendrat, ein Gremium, über dessen Zukunft mangels Beteiligung Ende des vergangenen Jahres noch Unklarheit herrschte, nimmt einen neuen Anlauf. Bis 22. Februar werden Kandidaten - mindestens 15 - für eine dritte Amtsperiode gesucht. Die Wahl, die das Jugendzentrum Komm organisiert, steht vom 18. bis 28. März an.

Eingebettet ist der Jugendrat in ein im Dezember vom Gemeinderat beschlossenes Konzept, rekapituliert Bürgermeister Wolfgang Jokerst bei einem Pressegespräch im Jugendzentrum. Zu den fünf Säulen der jugendpolitschen Beteiligung gehören neben dem Jugendrat ein Partizipationsstammtisch, die Jugendbeteiligung an Schulen, eine Jugendbeteiligungs-App sowie die Jugendkonferenz und das Jugendhearing (wie berichteten). Aufgabe des jetzt zu wählenden Jugendrats sei es, Informationen, Ideen und Anregungen der verschiedenen Gruppen zusammenzuführen und zu bündeln, unterstreichen Jokerst sowie Jugendzentrums-Leiterin Veronique Noel.

"Der Jugendrat erscheint uns als die beste Option. Wir versuchen es noch mal", begründet Daniela Alesi, Vorsitzende des amtierenden Jugendrats, die Entscheidung, das Gremium am Leben zu erhalten. Darüber sei ausgiebig diskutiert worden. Im Zusammenspiel der verschiedenen Konzeptbestandteile sieht sie eine Chance, "ein sicheres Fundament aufzubauen". Ob sie ein weiteres Mal antreten wird, hat sie noch nicht entschieden.

"Die Gruppe muss zusammenpassen", beschreibt Agata Ludwig ihre Erfahrungen aus der Jugendrat sarbeit. Um Bewerber zu gewinnen, werden jetzt im Vorfeld der Wahlen Jugendliche im Freundes- und Bekanntenkreis angesprochen. "Das Image des Jugendrats muss gepusht werden", meint Ludwig.

Seit einer Woche sind Komm-Mitarbeiter, Jugendräte und Schulsozialarbeiter unterwegs, um die Werbetrommel für die Wahlen zu rühren. "Wir versuchen, so viel Jugendliche wie möglich zu interessieren", sagt Svenja Steinborn vom Jugendzentrum. Veronique Noel ist guter Dinge, dass sich genügend Kandidaten finden. Für Jugendliche, die sich nicht trauen, würden die verschiedenen Beteiligungsformen Angebote schaffen, die sie für sich nutzen könnten. Bereits im Oktober, unmittelbar nach der Jugendkonferenz, hat sich der erste Partizipationsstammtisch eingefunden, am kommenden Sonntag werden sich Jugendliche wieder zum lockeren Austausch am "Parti-Tisch" treffen. Die Jugendbeteiligung an den Schulen soll in dieser Woche bei einem Gespräch mit Schulleitern, Lehrern, SMV und Schulsozialarbeitern angestoßen werden, lässt Noel wissen. Nach den Jugendratswahlen Ende März soll auch die von der Stadt angekündigte Jugendbeteiligungs-App zur Verfügung stehen, die derzeit ausgearbeitet wird. Sie kann für Umfragen, Ideen, Informationen und Meinungsbilder genutzt werden.

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