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Mit 600 Lkw wird es rund gehen
15.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - 500 Lkw in 24 Stunden werden es einmal sein, die das Logistik-Zentrum in Ottenau anfahren und es auch wieder verlassen. Hinzu kommt der Lkw-Verkehr benachbarter Betriebe. In der Summe also gut und gerne 600 Lastwagen. Wie geht es weiter im Industriegebiet an der Selbacher Straße? Frühestens in zwei Jahren wird man mit dem Bau eines vierarmigen Kreisverkehrs beginnen. Dies erläuterte Bürgermeister Michael Pfeiffer am Montag.

Die derzeitige und die künftige Verkehrsbelastung ist immer wieder Thema im Gaggenauer Gemeinderat. Am Montagabend nun hatte die CDU-Gemeinderatsfraktion zum öffentlichen Rundgang geladen.

Investor Hillwood sei nicht glücklich über die jüngste Entscheidung des Gaggenauer Gemeinderats, führte Pfeiffer weiter aus. Vor der Sommerpause hatte sich das Gremium für einen vierarmigen Kreisverkehr ausgesprochen; eine dreiarmige Variante wurde verworfen. Pfeiffer kündigte Gespräche mit Hillwood an. Letztlich müsse die Stadtverwaltung die maximale Verkehrsbelastung im Blick haben, die man in etwa 20 Jahren haben werde. Der Bürgermeister rief die Vorgeschichte in Erinnerung. Prinzipiell, so hatten frühere Verkehrszählungen ergeben, seien die beiden Kreuzungen ausreichend, um die Verkehrslast bewältigen zu können.

Bereits jetzt starke Verkehrsbelastung

Aber angesichts der auch ohne Hillwood bereits schwierigen Situation - Penny-Markt, weitere Einkaufsmöglichkeiten, hinzu kommt der Verkehr von und zum Kuppelsteinbad -, sei eine Kreisellösung favorisiert worden.

Nach neuesten Erkenntnissen und Modellrechnungen sei eine vierarmige Variante angemessen. Nicht zuletzt, um in Spitzenzeiten einen langen Rückstau zu vermeiden: Über die Schlotteräxt-Brücke bis in die Ottenauer Hauptstraße hinein würden sich sonst die Fahrzeuge stauen. Zunächst einmal muss aber das Bebauungsplanverfahren durchlaufen werden, auch Grundstückskäufe stehen noch an, führte der Bürgermeister aus. Somit könne ein Baubeginn in zwei Jahren realistisch sein.

Die bereits vorhandene Belastung Ottenaus durch den Lkw-Verkehr wurde während des Rundgangs einige Male von Bürgern moniert. "Wir sind im Moment im oberen Bereich, was die Belastung durch Lärm und Verkehr angelangt", sagte eine Teilnehmerin. Auch die Stellplatzsuche gilt hierbei als Übel. "Die Lagerhaltung ist auf die Straßen verlagert worden, die Brummifahrer sind die Ärmsten dabei", gab Pfeiffer zu bedenken. Konsequenz aus dieser Entwicklung: Entlang der großen Lkw-Strecken werde es bundesweit weitere Lkw-Parkplätze brauchen.

Spannungsfeld von Wohnen und Arbeiten

Auch dem Produktionslärm aus den einzelnen Betrieben widmet man in Ottenau Aufmerksamkeit. Die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Dorothea Maisch richtete das Augenmerk auf das Spannungsfeld von Wohnen und Arbeiten.

Im Februar wollen beispielsweise die Betriebe Holzbau Hurrle und Rollladenbau Hurrle ihren neuen Standort am Pionierweg in Betrieb nehmen. Bekanntlich verlassen sie die Viktoriastraße und deren beengte Verhältnisse. Durch hochwertige Baustoffe und Abschirmung werde man Sorge tragen, dass die Grenzwerte bei den Lärmimmissionen in der Nachbarschaft eingehalten werden, versicherte Geschäftsführer Simon Baumann.

Bürgermeister Michael Pfeiffer seinerseits rief die positiven Aspekte in Erinnerung, die durch die Firmenverlagerung zum Tragen kämen. Einem "jungen aufstrebenden Betrieb" könne man nun hervorragende Bedingungen bieten. Für das bisherige Hurrle-Gelände könne Wohnbebauung sinnvoll sein, doch sei hierüber noch keine Entscheidung gefallen.

Nicht nur potenzielle Wohnbauflächen sind in jüngster Zeit ins Blickfeld von Investoren gerückt, wobei diese mittlerweile auch Areale für interessant erachteten, die bislang eher für Gewerbe in Betracht zu kommen schienen. In Ottenau gibt es noch zwischen Steinbeis-Akademie und Merkurschule Gewerbeflächen. Bei deren Entwicklung werde aber auch der "der Lärmschutz eine wichtige Rolle spielen", betonte der Bürgermeister.

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