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Spannende Einblicke in Energieerzeugung
04.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Stromgewinnung aus Wasserkraft ist ein spannendes Thema. Einblicke in die Technik von gestern, heute und morgen erhielten die Teilnehmer der Aktion "BT öffnet Türen" am Montag im Rudolf-Fettweis-Werk der EnBW. Mitarbeiterin Margrit Haller-Reif begrüßte eine "muntere Gruppe" aus dem Verbreitungsgebiet der Heimatzeitung. Die BT-Leser zeigten sich wissbegierig und beeindruckt im 100 Jahre alten Wasserkraftwerk.

Ein neuer Imagefilm, produziert zum diesjährigen Jubiläum, führte in die Struktur und Wirkungsweise des Kraftwerks ein. Er zeigt die lange Geschichte der Wasserkraft an der Murg und in eindrucksvollen Bildern, wie die Murgtäler ihren Strom bekamen. Unter der Leitung von Rudolf Fettweis, dem ersten Direktor des Badenwerks, begann 1914 die erste Ausbaustufe, das "Murgwerk". 1921 wurde das Raumünzachwerk realisiert, es diente zunächst dazu, um für den Bau der Schwarzenbach-Talsperre die erforderliche Energie zu liefern. Von 1922 bis 1926 wurde das Stausee-Projekt realisiert, erzählte Haller-Reif. Allerdings sei es ein Märchen, dass dafür ein Dorf geflutet wurde. Drei Häuser und ein Naturfreundehaus mussten verlassen werden, informierte sie die aufmerksamen Zuhörer. Sie berichtete von einem Gespräch mit einer Seniorin, die dort gewohnt hatte und Interessantes aus ihrer Jugend zu erzählen wusste.

Das Fettweis-Werk ist eine stabile Säule der Energieversorgung, ein Mosaik aus vielen Einzelkomponenten, erläuterte die EnBW-Mitarbeiterin. 1919 floss der erste Strom aus dem Murgtal in Richtung Karlsruhe und Pforzheim, "zur richtigen Zeit" - wegen der herrschenden Kohlekrise. Klein, aber schnell sei das Kraftwerk, innerhalb kürzester Zeit könne durch die Pumpspeicher-Technik auf wechselnden Energiebedarf reagiert werden.

Eindrucksvolle Bilder zeigte ein Filmdokument über den Bau der Staumauer und mit welcher Technik damals die Herausforderung gemeistert wurde. Fast slapstickartig muten die Aufnahmen an. Aber es lässt sich erahnen, welche Leistung es war, die Staumauer und die Druckstollen zu bauen. Rund 2000 Menschen arbeiteten an dem Projekt, die Technik funktioniert noch heute. Etwa 14 Millionen Kubikmeter Wasser kann der See fassen, der seinen Namen vom moorsäurehaltigen Nass des Schwarzenbachs hat. Die Schwergewichtsmauer wiegt 600000 Tonnen, ist 65,5 Meter hoch und hat eine Kronenlänge von 400 Metern, nannte Haller-Reif imposante Zahlen.

Lebhaft war die anschließende Gesprächsrunde zum Thema erneuerbare Energie. Das Fettweis-Werk soll zu einer modernen Unterstufe als Kavernenkraftwerk ausgebaut werden, die Talsperre bildet das Oberbecken. Planungen dazu sind im Gange (das BT berichtete).

Beim Rundgang konnten sich die BT-Leser im Leitstand ein Bild von früherer und moderner Überwachungs- und Steuerungstechnik machen. Im Krafthaus beeindruckten die Turbinen durch ihre Größe, wenn auch aufgrund des derzeit geringen Wasseraufkommens nur eine in Betrieb war. "Sehr interessant" lautete das Fazit von Johannes Lang. "Ich wollte das Werk schon immer mal anschauen", ergänzte Karl-Heinz Jörger. Gestern hatten die beiden Oberweierer mit dem Badischen Tagblatt die Chance dazu genutzt.

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