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Bis zum letzten Tag in Weisenbach aktiv
14.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Weisenbach - Er ist fast sein halbes Leben Bürgermeister von Weisenbach: Toni Huber. "Am 18. Dezember vergangenen Jahres waren es 25 Jahre", betont der 54-Jährige. Am 1. Mai beginnt für ihn beruflich ein neuer Lebensabschnitt. Ab diesem Tag ist er neuer Rastatter Landrat. Am Dienstag hatte er sich bei der Wahl im Kreistag im zweiten Wahlgang gegen seine Mitbewerber durchgesetzt.

In den über 25 Jahren hat er viel bewegt in Weisenbach. Und auch privat gab es wichtige Stationen. "Ich habe in Weisenbach geheiratet, meine Kinder sind hier aufgewachsen und groß geworden", blickt Huber zurück. Damals, im Jahr 1993, als ein Nachfolger für Bürgermeister Gerhard Feist gefunden werden musste, war er einer von fünf Kandidaten. Beim Weisenbacher Straßenfest machte er sich ein Bild vom Ort und von den Menschen in der idyllischen Murgtalgemeinde. Auch der Autor dieser Zeilen und ein Kollege, wir beide hatten dort den ersten Kontakt zu dem seinerzeit für uns unbekannten Mann. Wir wunderten uns, weshalb er im ersten Gespräch uns über die Gemeinde befragte. Dass er der neue Bürgermeister werden sollte, war uns nicht bewusst. Und auch Huber erinnert sich gerne an diese erste Begegnung mit den beiden BT-Redakteuren, wie er gestern im Gespräch bekräftigte.

Die letzten Tage und Wochen als Bürgermeister in Weisenbach werden für Toni Huber arbeitsintensiv. "Ich mache keinen Urlaub, werde wohl nur über Ostern einen Tag fort sein", sagt der 54-Jährige. Zwei Gemeinderatssitzungen wird es unter der Regie von Toni Huber noch geben: am 28. März die reguläre Sitzung. Die ursprünglich am 9. Mai vorgesehene wird vorverlegt auf 24. April, informiert Hauptamtsleiter Walter Wörner.

Und typisch für Toni Huber ist, dass er gewissenhaft bis zum letzten Tag in seinem Weisenbach arbeiten wird. Viele Projekte wurden von ihm noch angestoßen. Diese will er gemeinsam mit der Verwaltung und dem Gemeinderat weiterentwickeln, um seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin ein bestelltes Feld zu hinterlassen. Dass es in Weisenbach für Huber noch viel Arbeit gibt, wird auch bei seiner Antwort auf die Frage deutlich, wann er sein Büro im Rathaus ausräumen wird: "Dafür gibt es die Wochenenden."

Verabschiedung



am 25. April

Gestern Nachmittag stießen die Mitarbeiter der Verwaltung mit ihrem "Noch-Chef" auf dessen Wahl zum Landrat an. Apropos Feier: Auch eine offizielle Verabschiedung von Toni Huber als Weisenbacher Bürgermeister wird es geben. Als Termin ist der 25. April geplant, einen Tag nach der letzten Gemeinderatssitzung unter seiner Leitung. Das Programm für die Verabschiedung steht noch nicht fest. "Es darf auch kleiner sein", sagt der Bürgermeister, wohl wissend, dass die Weisenbacher ihn nach dieser langen Zeit nicht sang- und klanglos gehen lassen werden.

Thema Abschied: Als Bürgermeister hört Huber am 30. April in Weisenbach auf. Aber er wird in der Murgtalgemeinde wohnen bleiben und täglich nach Rastatt pendeln. Das ist für einen Landrat nichts Besonderes. Der jetzige Amtsinhaber Jürgen Bäuerle stammt auf Bühlertal - und ist dort auch nach seiner Wahl zum Landrat wohnen geblieben.

Bis Ende April ist ein großes Paket von Aufgaben abzuarbeiten. "Die Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung am 28. März wird prall gefüllt sein und wohl mindestens 15 Punkte umfassen", sagt Wörner. Wichtig sei, dass der Gemeinderat noch gemeinsam mit Huber manche wichtige Dinge fortsetze, die der Bürgermeister angestoßen habe. "Alles Wichtige, das noch kommt, wird auf die Tagesordnung gesetzt", sagt Wörner. Auf die Gemeinderäte kommt somit in den nächsten beiden Sitzungen víel Arbeit zu. Sicher ist aber: "Auch nach dem 1. Mai wird sich die Erdkugel weiterdrehen", bekräftigt Wörner.

Neben den beiden erfahrenen Amtsleitern Walter Wörner (Hauptamt) und Werner Krieg (Kämmerer) stehen die ehrenamtlichen Bürgermeisterstellvertreter Uwe Rothenberger, Gottfried Lang und Dominik Strobel bereit. Voraussichtlich am 30. Juni (mögliche Neuwahl am 14. Juli) wird das neue Weisenbacher Ortsoberhaupt gewählt.

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