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Bereit für die Erfolgsspur
Bereit für die Erfolgsspur
23.09.2019 - 00:00 Uhr
Von Hans-Peter Hegmann

Gaggenau - Im Alltag als Inhaber eines Unternehmens bleibt oft wenig Zeit für einen Vater, mit dem Kind gemeinsam etwas zu machen. Mit der Nominierung für den "German Design Award 2020" erhielten Gerhard Stefan und Sohn Philipp Göller die Bestätigung, dass ihnen in der gemeinsamen Zeit ein "exzellentes Product-Design" gelungen sei. Sie hoffen bei Bekanntgabe der Sieger im November auf eine Platzierung unter den ersten Zehn.

Rund 100 Porsche-Fahrzeuge älterer Baujahre hat Gerhard Stefan seit 1976 in seiner Werkstatt restauriert. Die Autos haben auch den Sohnemann schon immer fasziniert. Viele dieser Autos waren ursprünglich in den USA zugelassen und wurden von Gerhard Stefan selbst importiert. Daher waren Philipp Göller (22) die aufgemotzten sogenannten "reimagined" Porsche-Umbauten der kalifornischen Firma Singer bekannt, die nun zum Anlass des Projektes wurden.

Inzwischen ist aus dem Vater-Sohn-Projekt "Einfach einmal gemeinsam ein Spaßauto auf die Beine stellen" eine handfeste Unternehmung geworden. In den nächsten Jahren soll eine Kleinserie ihres Porsche entstehen. Handfest auch deshalb, weil, wie beide betonen, sie eine Manufaktur seien und ihre "Apparate" ausschließlich in Handarbeit aufbauen werden. Gemeint ist dabei Porsche GS 964, eine Weiterentwicklung des 911.

Dazu zählt nicht nur das Zusammensetzen der aufbereiteten mechanischen Autoteile, sondern die umfangreiche eigene Herstellung vieler Karosserieteile aus Carbon. Auch die individuelle Innenausstattung mit einer Mischung der verschiedenen Interieur-Designs aus fünf Jahrzehnten Porsche 911 wird selbst gefertigt, wie die beiden Kfz-Meister erläutern.

Aber nicht nur die optische Erscheinung im 70er-Jahre-Design, sondern auch die technische Ausstattung mit modernster Technik habe alle überzeugt, die das Fahrzeug bisher unter die Lupe genommen haben. Der TÜV hat das Fahrzeug abgenommen, und nach über 25 000 Testkilometern ist auch die Technik inzwischen perfektioniert.

Durch Präsentationen und Presseberichte seien weltweit Interessenten aufmerksam geworden. Einige davon wollen einen handgemachten Porsche haben, der sich sowohl durch seine Erscheinung als auch seinen Sound deutlich von den aktuellen Modellen unterscheidet. Daher wurde inzwischen das Werkstattgebäude in seiner Ausstattung den erforderlichen Arbeitsabläufen angepasst. Zudem wurden bereits Verträge mit weiteren Mitarbeitern geschlossen, die demnächst ihre Arbeit in der "kleinen badischen Manufaktur im Murgtal" für die zukünftige Kundschaft rund um den Globus aufnehmen sollen. Wie Philipp Göller, er ist mittlerweile Inhaber der Firma, bereits bei der Vorstellung des Prototyps 2017 im kleinen Kreis betonte, werde das sichtbare Ergebnis des Vater-Sohn-Projekts aber nie verkauft. Schließlich stecken viel Herzblut und rund viertausend Arbeitsstunden im ätnablauen "RA - GS 1".

www.gs-manufaktur.de

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