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Zuversicht trotz vieler Probleme
Zuversicht trotz vieler Probleme
04.12.2019 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Die kalte Dusche kam nach dem Sommer. Der Umsatzeinbruch bei Daimler Trucks betrifft auch das Benzwerk Gaggenau. Hinzu kommt das vom Daimler-Vorstand geforderte Sparprogramm. Dies und neue Antriebsformen stellen das Werk vor große Herausforderungen. Aber, so versichert Standortleiter Thomas Twork: Die Lage sei längst nicht so schlecht wie während der Krise 2009. Man dürfe zuversichtlich in die Zukunft blicken, betont er nach der gestrigen Betriebsversammlung.


"Neben Getrieben, Achsen und Wandlern fertigen wir auch Komponenten für unsere Pkw." Und gerade die Pkw-Sparte liege im Absatz auf Vorjahresniveau und sichere damit die Auslastung des Standorts.

Bereits Anfang des Jahres hätten sich Geschäftsleitung und Betriebsrat auf ein Zukunftspaket für Gaggenau geeinigt: Neben Kapazitätserweiterung für schwere Getriebefertigung und der neuen Halle für Pkw-Klappenteile auch die Teilefertigung für das Antriebsmodul der Elektro-Achse für den eActros und den Aufbau eines Kompetenzzentrums für getrieberelevante Elektrokomponenten.

"Das Werk verzeichnet immer noch einen Rückgang der Auftragslage", blickt Udo Roth, der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende, auf Wandler, leichte Getriebe, AP-Achsen und schwere Getriebebaureihe. Bei den Vorderachsen hingegen ist ein Anstieg zu verzeichnen; auf hohem Niveau sind nach wie vor Sondergetriebe und Portalachsen.

Wie berichtet, wird das Frontschaltgetriebe im Werkteil Rastatt 2023 auslaufen. Denn trotz steigender Absätze in der Kompaktklasse werden mehr und mehr Automatikgetriebe nachgefragt. Michael Brecht, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende, fordert deshalb seit geraumer Zeit eine Batteriefertigung in Rastatt. Gestern berichtete er von "sehr weit fortgeschrittenen Gesprächen": Ziel sei, mit einer Batterielinie ab 2023 für das Ersatzteilgeschäft aufwarten zu können. Auch damit könne der Standort an der Transformation des Autoantriebs positiv teilhaben.

Keinen Hehl macht der Betriebsrat daraus, "dass die finanzielle Situation von Daimler angespannt ist": Umstellung auf E-Mobilität, die Entwicklung von Technologien, "Altlasten aus juristischen Verfahren" sowie Produktions- und Anlaufprobleme werden genannt.

Michael Brecht: "Die Transformation zieht ohnehin neue und zusätzliche Aufgabenbereiche für die Beschäftigten nach sich. Die Unternehmensleitung muss deshalb aufzeigen, welche Themen sie in Zukunft nicht mehr machen und wie sie Komplexität reduzieren will. Es fehlt eine Strategie, wie Daimler die Transformation stemmen und gleichzeitig Kapazität einsparen soll."

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