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Zum höchsten Vulkan der Welt
14.12.2019 - 00:00 Uhr
Santiago de Chile/Gaggenau (red) - Die Gipfelregion der Anden: Sie ist Sinnbild für lebensfeindliche Umwelt. Dorthin hat sich eine Expedition mit ihren Unimog gewagt - bis in die sagenhaften Höhen von mehr als 6 000 Metern über dem Meeresspiegel. Daniel Müller ist einer von ihnen. Und das nicht von ungefähr: Schließlich ist er der Werkstattleiter des Unimog-Museums Gaggenau.

Anderthalb Jahre hat die Vorbereitung gedauert, berichtet nun Hildegard Knoop, die Geschäftsführerin des Unimog-Museums. Dann startete Mitte November ein zehnköpfiges Expeditionsteam der Firma Extrem Events - acht Männer und zwei Frauen unter Leitung von Matthias Jeschke - nach Chile und in die Atacama-Wüste, um dort in der Umgebung des Vulkanbergs Ojos del Salado ein System von vier Notfunkeinheiten in den Höhenlagern des Berges zu installieren.

Diese bestehen jeweils aus Funkgerät, leistungsstarkem Akku, Solarpowersystem, Funkrichtantenne sowie einem Außenmast mit Signallampe. Im Notfall kann später über jede der vier Einheiten eine Funkverbindung zu den drei weiteren Basislagern des Ojos del Salado hergestellt werden. Mit diesem System soll die Sicherheit sowohl für Bergsteiger als auch Wissenschaftler der Universität de Atacama, die den Vulkan und das Gletschersystem des Berges erforschen, entscheidend verbessert werden.

Unimog 5023 mit "Sonderausstattung"

Die Herzstücke der "High Altitude Truck Expedition" sind zwei speziell für die Expedition konfigurierte und top ausgestattete Unimog 5023, die sämtliches Expeditionsequipment transportieren: Spezialausrüstung, die vier Notfunkeinheiten, Satellitentechnik, Essensvorräte für fünf Wochen, 1 800 Liter Frischwasser, 1 500 Liter Dieselkraftstoff und 600 Liter Benzin.

Und hier kommt das Unimog-Museum ins Spiel. Die beiden Unimog wurden im Sommer in der Werkstatt des Museums vom Werkstattleiter Daniel Müller für die Expedition um- und ausgebaut. Und mehr noch: Daniel Müller ist als Team-Techniker bei der Expedition dabei.

Nach allmählicher Akklimatisation von 3 500 bis auf 6 100 Metern und Installation der ersten drei Einheiten ist es dem achtköpfigen Kernteam am 7. Dezember gelungen, das Höhenlager Amistad auf 6 100 Metern mit beiden Unimog zu erreichen. Tags darauf haben sie dort die vierte und letzte Notfunkeinheit eingerichtet.

Beide Fahrzeuge haben laut Expeditionsleiter Jeschke "die extrem steile wie felsige Passage dank bester Technik, austariertem Schwerpunkt und genialer Reifentechnik bewältigt und Material und Ausrüstung auf die enorme Höhe transportiert. Zu keinem Zeitpunkt weltweit motorisierter Höhenexpeditionen haben zwei Trucks gleichzeitig eine solche Höhe erreicht."

Zurzeit ist das Expeditionsteam dabei, ein Höhenlager auf 6 400 Meter direkt am Gletscherrand des Ojos del Salado zu errichten. Denn ein vierköpfiges Team von Wissenschaftlern der Universität de Atacama wird erwartet. Mit ihm gemeinsam wird man zur Entnahme von Gesteinsproben in den Hauptkrater vorstoßen.

Das Team ist laut Jeschke "wohlauf, hoch motiviert und trotz Kälte, Sand, Eis und extrem dünner Luft voll fokussiert. Sämtliche Technik (...) funktioniert bisher einwandfrei, die Fahrzeuge in Kombination mit den Reifen und Aufbauten sind eine wahre Freude im extremsten möglichen Off-Road-Einsatz".

"Das gesamte Team des Unimog-Museums, das via Satelli t über die Fortschritte informiert wird, ist stolz, aber vor allem erleichtert zu lesen und zu sehen, dass alle Teilnehmer wohlauf sind", so Hildegard Knoop abschließend. Die Expedition wird Weihnachten zurückerwartet.

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