Immobilien unter der Lupe

Immobilien unter der Lupe

Gaggenau (red/uj) - Nein, die Kirche St. Jodocus Ottenau ist nicht gesperrt und soll aktuell auch nicht verkauft werden. Die Absperrbänder "werden immer angebracht, wenn es Schnee hat", erklärt Pfarrsekretärin Karin Engels. Doch wie sieht es mit der Zukunft dieser und aller anderer Kirchen und Gebäude der Seelsorgeeinheit aus?

Über 16 Gebäude verfügt die katholische Seelsorgeeinheit Gaggenau-Ottenau. Werden alle behalten oder vielleicht einige verkauft? Um diese und andere Fragen zu klären, lädt die Seelsorgeeinheit zu einem "Dialog über die Zukunft der Gebäude" ein, der am Dienstag, 22. Januar, um 19 Uhr im Gemeindehaus St. Jodocus in Ottenau stattfindet.

Präsentiert wird die Gebäudekonzeption von Marku s Hein von der Gebäudeberatung Hein Consulting, die den Gebäudebestand erfasst und Optimierungsvorschläge dazu erstellt hat. Für Nachfragen werden zudem Pfarrer Matthias Weil, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Martina Hübner-Zehnle sowie der Leiter der Verrechnungsstelle für katholische Kirchengemeinden Rastatt, Thomas Hauns, zur Verfügung stehen.

Mit dieser Vorstellung der Gebäudekonzeption ist laut Seelsorgeeinheit die Phase der Bestandsaufnahme der Gebäude abgeschlossen, wie sie vom Erzbistum Freiburg gefordert ist. Dabei werden der kirchliche Raumnutzungsbedarf, der tatsächliche kircheneigene Raumbestand, die Kosten für Unterhalt und Instandhaltung sowie die finanziellen Mittel der Kirchengemeinde miteinander ins Verhältnis gesetzt.

Ziel der pastoralen Gebäudenutzungskonzeption sei es - auch unter Einbeziehung neuer und kreativer Ideen -, den Bestand, den Bedarf, die Möglichkeiten und die finanziellen Ressourcen so aufeinander abzustimmen, dass das pastorale Leben in der Kirchengemeinde Gaggenau-Ottenau zukunftsfähig gestaltet werden kann. Die Kirchengemeinde verfügt zurzeit über 16 eigene Gebäude: Der Bestand umfasst vier Kirchen (St. Johannes Nepomuk Hörden, St. Jodocus Ottenau, St. Nikolaus Selbach und St. Anna Sulzbach), drei Kapellen, vier Pfarrhäuser, zwei Gemeindehäuser, zwei Kindergärten sowie ein mit Gemeindehaus kombinierter Kindergarten.

Während der Vorstellung der Gebäudekonzeption in der Pfarrversammlung sowie danach bis zum 28. Februar haben die Gemeindemitglieder die Möglichkeit, ihre Ideen bezüglich der zukünftigen pastoralen Nutzung der gemeindeeigenen Gebäude vorzubringen.

In einer Klausur im März wird der Pfarrgemeinderat dann über die eingegangenen Vorschläge beraten und überlegen, wie die Gebäude zukünftig genutzt werden können. Ergebnis dieser Beratungen kann auch sein, sich von wenig genutzten und / oder stark sanierungsbedürftigen Immobilien zu trennen.

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